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Kickern, spielen, unterhalten / Abends "Bringdienst" / Vereine finanzieren offene Jugendarbeit

Alte Schule wird Treffpunkt für junge Leute

Kathrinhagen (la). Neun Kinder und Jugendliche und 18 Erwachsene waren der Einladung von Ortsvorsteher Manfred Spenner und der Jugendbetreuerin Anne-Marie Matthias gefolgt, um sichüber die offene Jugendarbeit zu informieren und ihre Wünsche und Anregungen einzubringen und untereinander auszutauschen.

Andreas Schwab (v.l.), Anne-Marie Matthias und Ann-Karin Wehling

"Schon vor fünf Jahren haben wir mit den Vereinen erstmals zusammengesessen und über eine gemeinsame Jugendarbeit gesprochen", berichtete Spenner. Man habe im vergangenen Jahr gemeinsam eine Veranstaltung organisiert und den Erlös in einen Topf für die Jugendarbeit getan. Dann habe er versucht eine "Ein-Euro-Kraft" als Jugendbetreuerin zu bekommen. "Diesen Antrag durfte ich aber nicht stellen. Das musste die Gemeinde für uns tun. Sie tat es und unterstützte uns damit", berichtete Spenner. Aber nur die Beschäftigung der "Ein-Euro-Kraft" lauf über die Gemeinde. "Alles andere wird hier in Kathrinhagen von den Vereinen finanziert", stellte Spenner nochmals klar. Schließlich würden auch die Vereine von der offenen Jugendarbeit profitieren, indem sie neue Mitglieder bekommen. "Und wer von klein auf in einem Verein ist, der engagiert sich auch später für seinen Verein und seinen Ort und übernimmt Verantwortung", erläuterte Spenner die Ziele. Eine Ausweitung des Projekts auf das gesamte Auetal sei möglich, aber nur, wenn die Vereine die Jugendarbeit finanzieren. "Wenn jeder Verein pro Jahr 200oder 300 Euro investiert, dann ist das für die Vereine eine lächerliche Summe, aber die Jugendarbeit kann davon finanziert werden", so Spenner. Anne-Marie Matthias berichtete von der bisherigen Aktivität. "Wir lernen alle noch", gab sie zu. So seien die Aktionen inzwischen auf Sonnabende verlegt worden, weil die Kinder dann mehr Zeit hätten, und die Altersstruktur sei verändert worden. "Wir wollen jetzt Kinder im Alter von fünf bis 14 Jahren ansprechen, denn die Älteren haben ihre Freizeitbeschäftigung bereits gefunden", so Matthias. Schließlich wurden die Wünsche und Anregungen der Kinder und Eltern gesammelt. Spielenachmittage, basteln, Kickerturniere, ein musikalisches Angebot, Sport im Freien und vieles mehr wurde vorgeschlagen. "Wir werden jetzt versuchen, diese Vorschläge in die Tat umzusetzen. Eigentlich ist alles möglich", versprachen Spenner und Matthias. Die Veranstaltungen sollen in den verschiedenen Vereinsheimen stattfinden, damit die Kinder alles kennen lernen. Eine Mutter regte an, dass man mit den Kindern zunächst am Ort bleiben sollte. Dort sei die Unsicherheit der Eltern und Kinder nicht so groß und man könnte sich erst mal kennen lernen. "Das ist ein guter Vorschlag. Ich finde es erschreckend, dass sich die Kinder im Dorf untereinander überhaupt nicht mehr kennen. Das war früher anders", stellte Spenner fest. "Mein Büro ist in einem riesigen Raum in der ehemaligen Schule. Dort können sich die Kinder immer treffen, wenn ich da bin", sagte Matthias. Es müsse keine Veranstaltung geplant sein. "Sie können einfach zum Kickern, Spielen oder Quatschen kommen. Bei mir ist es warm, und Getränke gibt es auch. Ich werde zwar anwesend sein, aber nicht stören." Natürlich dürfen auch Kinder aus Borstel oder Poggenhagen zu dem Jugendtreff kommen. Die Jugendbetreuerin hat inzwischen auch schon Unterstützung bekommen. Die 19-jährige Ann-Karin Wehling, die bereits eine Jugendgruppenleiterausbildung absolviert hat, und der 20-jährige Andreas Schwab, der diese Ausbildung demnächst machen wird, stehen ihr bei der Organisation und Ausführung der Veranstaltungen zur Seite. Der neue "Jugendtreff" im Sportheim ist montags, mittwochs und freitags von 13 bis 18 Uhr geöffnet. "Wer Lust hat kann einfach vorbeikommen. Abends werden die Kinder auch nicht im Dunkeln allein nach Hause geschickt, sondern gebracht. Also macht mächtig Werbung bei euren Freunden und belebt das Haus", forderte Spenner die Kinder und Jugendlichen auf.

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