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Kritik: Busfahrpläne zu unübersichtlich / Lob: Frühstückseier aus der Blindenzeitung - "weiter so!"

Als die Pausenmilch noch von der Molkerei kam

Rinteln (ur). Zu unserem Beitragüber die drohende Weserversalzung merkt Altbürgermeister Friedrich-Wilhelm Hoppe korrigierend an:"Rinteln gehört nicht zur Mittelweser, sondern noch zur Oberweser. Direkt an der Rintelner Weserbrücke befindet sich der Stromkilometer 164,4 und erst ab Minden (Kilometer 203) sprechen wir von Mittelweser." Die dannübrigens bis zur Gezeitenschleuse in Bremen-Hemelingen reicht (Kilometer 362) und dort in die Unterweser übergeht, bis dann in Bremerhaven an der Geestemündung bei Kilometer 427 die Außenweser beginnt. Als langjähriger Weserbergland-Touristiker und erfahrener Kanut muss Hoppe es schließlich wissen!

Gefahren durch denÜbergang des Radwegs auf die Fahrbahn an der K

Bei der jüngst erschienenen Betrachtung zu den althergekommenen Butterbrottaschen aus Leder erinnert sich Gerda Hassenpflug ihrer Schulzeit im damaligen "Roten Schulhaus" in Rinteln: "Meine Ledertasche hatte wie auch die von Mitschülerinnen sogar noch einen Blecheinsatz, damit man das Frühstück nicht immer in Butterbrotpapier einwickeln musste: Jeden Tag bekam ich zwei halbe Brötchen mit Butter und Graubrot zusammengeklappt, ohne Wurst oder Käse - das macht nur durstig, meinte meine Mutter." Allerdings gab es auch damals schon etwas gegen den Durst: "Die Molkerei Gustav Werner lieferte zur großen Pause jeden Tag Flaschen mit Milch und Kakao an." In diesem Zusammenhang erinnert sie noch einmal an die spätere Zeit der Schulspeisung durch die Amerikaner nach dem Zweiten Weltkrieg: "Das war für viele Kinder lebenswichtig!" Christoph Dreyer vom Seniorenbeirat moniert, dass in der Nordstadt kurz vor der Bahnüberführung der Radweg plötzlich aufhört. Das Gleiche gelte für den Radweg im Bereich Seetorstraße-Klosterstraße in Höhe des Dingelstedtwalls: "Für die Autofahrer ist es dann nicht einsichtig, warum die Radfahrer plötzlich auf die allgemeine Fahrbahn wechseln." Bis diese Gefahrenpunkte entschärft seien, sollte man die Autofahrer auf die dazustoßenden Radfahrer durch Hinweise aufmerksam machen. Dorothee Wille empfindet die Fahrplanaushänge an den Bushaltestellen des Stadtverkehrs als zu klein und unübersichtlich: "Für uns Ältere sind die Zahlen und Uhrzeiten kaum zu erkennen, zumal die Scheiben oft auch noch beschlagen sind. " Auf entschiedene Ablehnung stößt bei Karl Groll aus Deckbergen der Vorschlag, den sich ausweitenden Modellflug-Verkehr in Rinteln auf das Areal in Deckbergen zu verlagern: "Hier wird jetzt schon täglich nach Feierabend und am Wochenende auch ganztags jede Menge Lärm gemacht. Die Rehe ebenso wie die Greifvögel, die hier einst ihr Revier hatten, haben sich dadurch inzwischen schon verflüchtigt und auch für die Anlieger ist die Grenze des Zumutbaren längst überschritten!" Natürlich werten wir auch Kritik als Ausdruck des Interesses unserer Leser an ihrer Zeitung, aber Lob gefällt natürlich auch recht gut - wie zum Beispiel das von Annie Spieß aus Bad Eilsen, dieüber die Blindenzeitung regen Anteil vor allem an den kleinen Montagsglossen und Frühstückseiern nimmt. Letztens gefiel ihr besonders der Beitrag "Der Mensch ist doof", wozu sie meint: "Da wurde der Nagel wieder mal auf den Kopf getroffen - nur weiter so!" Wird gemacht... Noch einmal mit dem Thema Steinanger beschäftigt sich Elisabeth Hoppe : "Ich beobachte immer wieder, dass die innerstädtischen Schulen den Steinanger als Sportplatz nutzen - wenn diese Möglichkeit entfällt, geht durch den Weg auf andere Plätze viel zu viel Zeit verloren. Schön ist auch, dass die Eltern ihre Kinder nicht immer zum Reiten oder Fußballspielen sonst wohin chauffieren müssen. Meines Erachtens sollte man diesen Grünbereich für Spiel und Sport belassen - Wohnraum ist doch keine Mangelware!"

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