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5. und 6. Klassen dafür in die Hauptstelle - Schulvorstand liegen entsprechende Anträge vor

Adolfinum: Oberstufe bald in der Außenstelle?

Bückeburg (rc). Die 5. und 6. Klassen der Außenstelle des Adolfinums zurück ins Hauptgebäude an den Hofwiesen und dafür die komplette Oberstufe in die Außenstelle am Unterwallweg? Über diese Frage hat in der kommenden Woche erstmals der Schulvorstand des Gymnasiums zu diskutieren, nachdem es seitens der Elternschaft , aber auch aus dem Kollegium der Schule, entsprechende Anträge gegeben hat. Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigte der Rektor des Adolfinums, Hans-Ulrich Gosemann, auf Anfrage unserer Zeitung.

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Eltern und Elternvertreter der 5. Klassen begründen ihren Vorstoß damit, dass die Bedingungen an der Außenstelle am Unterwallweg "keinesfalls optimal sind", wie sich in den vergangenen acht Monaten seit Schuljahresbeginn gezeigt habe. Die Kinder seien in den normalen Alltag des Gymnasiums nicht integriert und Problemen, die im Zusammensein mit der unmittelbar benachbarten Hauptschule entstehen, häufig nicht gewachsen. Ältere Schüler könnten mit dieser Situation besser umgehen, so die Eltern, und wollen zum Schuljahreswechsel 2008/09 den Schülerwechsel erreichen. Um Unterstützung zu erhalten, wurde der Antrag in den vergangenen Wochen in den fünften und sechsten Klassen verteilt, damit Eltern ihre Unterschriften darunter setzen können. Wie hoch der Rücklauf ist, kann derzeit nicht gesagt werden. Parallel zum Antrag der Eltern gibt es auch einen Vorstoß aus dem Kollegium, der vor allem auf eine Verbesserung des organisatorischen Ablaufs innerhalb der Schule zielt. Wenn alle Jahrgänge der Sekundarstufe II in der Außenstelle beschult würden, könnte die Zahl der Kollegen, die zwischen den Gebäuden pendeln müssten, deutlich reduziert werden. Derzeit sind täglich bis zu 50 Lehrer unterwegs. Wie Gosemann sagte, stehe die Meinungsbildungüber die Frage ganz am Anfang, der Schulvorstand beschäftige sich kommende Woche zum ersten Mal überhaupt mit dem Thema. Es gehe um eine sachliche Diskussion, bei der die Emotionen draußen bleiben müssten, um eine gute und denkbare Lösung zu finden: "Es darf auf keinen Fall mit heißer Nadel gestrickt werden." Die Interessen derer, die zum Adolfinum kommen, müssten ernst genommen werden: die der 250 Schüler in der Außenstelle genauso wie der anderen 1000 in der Hauptstelle. Gosemann: "Ich befürchte eine Lagerbildung." Zu den Sorgen und Nöten der Eltern merkte Gosemann an, dass die Probleme mit den Hauptschülern bekannt seien und bei einem wöchentlichen "jour fix" zwischen dem Rektor der Hauptschule und dem Leiter der Außenstelle alles besprochen und - wo möglich - Abhilfe geschaffen wird. Er setze unter anderem auch auf das Schülerscout-Projekt, um "Formen der Auseinandersetzung unter den Schülern zu entschärfen." Zum Vorstoß aus dem Kollegium sagte Gosemann, dass überhaupt noch keine Überlegungen zur technischen Machbarkeit angestellt worden seien. So müsse etwa die Frage der Fachräume geklärt werden, an die für die Oberstufe ganz andere Anforderung gestellt würden als an die Unterstufe. Nachher müssten die Schüler der Oberstufe von der Außenstelle in die Hauptstelle pendeln, um dort in den Fachräumen unterrichtet zu werden, wenn sich die am Unterwallweg als ungeeignet herausstellten: "Ist es leichter, wenn Lehrer statt Schülern pendeln?" In der bevorstehenden Diskussion erinnerte Gosemann daran, dass es einen Beschluss des Kreistages gibt, bis 2011 neue Klassenräume an den Hofwiesen zu schaffen - wenn es denn finanzierbar ist. "Die Außenstelle ist zurzeit eine Interimslösung." Im Zusammenhang mit der Diskussion um die Außenstelle trat Gosemann Gerüchten entgegen, dass 32 Lehrer des Adolfinums zum Schuljahrswechsel Versetzungsanträge gestellt hätten. Es seien zwei bis drei, eine Zahl "im durchaus üblichen Rahmen".

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