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Neues Konzept hat sich aus Sicht der Aussteller bestens bewährt

Abschied von der Pause beschert mehr Besucher und mehr Umsatz

Bückeburg (jp). Zehn Tage am Stück oder wie im Vorjahr zwei verlängerte Wochenenden mit zwei Tagen Pause dazwischen? Die Händler und Aussteller beim Weihnachtszauber auf Schloss Bückeburg tendieren eindeutig zur durchgehenden Variante.

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Vor allem bessere Verkaufszahlen sowie weniger Kosten durch den Wegfall der beiden umsatzlosen Tage werden dafür als Argumente ins Feld geführt. Außerdem sei die Großveranstaltung im vergangenen Jahr nach den zwei Tagen Pause etwas schwerfällig wieder in Gang gekommen, so die Meinung vieler Händler. In diesem Jahr habe an allen Tagen ein gleich bleibend hohes Publikumsinteresse erlebt. Das deckt sichmit den Besucherzahlen: "Besser als im Vorjahr", zieht Schlossverwalter Alexander Perl ein vorläufiges Fazit - damals hatten knapp 50 000 Besucher den Weihnachtszauber besucht. "Für uns Aussteller ist die durchgehende Variante absolute Spitze" befindet Delia Meyer, Chefin von "Decora e vive". An ihrem Stand vor dem Festsaal habe sie eine deutliche Umsatzsteigerung gegenüber 2007 festgestellt, "und das, obwohl es der Wirtschaft derzeit nicht gut geht." Christina Meier vom Hamburger Mode-Duo Meier& Meier vermisst hingegen die beiden freien Tage ein wenig: "Da konnte man als Aussteller ein bisschen durchatmen." Ähnlich denkt auch Andreas Schmidt Probst vom Obernkirchener House of Whisky: "Für mich als Ortsansässigen waren die beiden freien Tage ein Stück Erholung, denn die zehn Tage sind für uns Händler wirklich Hardcore. Aber ich kann sehr gut nachvollziehen, weshalb vor allem die auswärtigen Aussteller die durchgehende Variante bevorzugen, denn die Pause letztes Jahr bedeutete zwei zusätzliche Tage Kosten für Personal, Unterkunft und Verpflegung, und das for nothing." Für Kornelia Bühne-Madden vom Mindener Geschäft Skyracer hat die durchgehende Variante noch einen weiteren Vorteil: "Wir mussten für den Aufbau unseres Standes kein zweites Wochenende opfern, sondern konnten dies an den Werktagen vor dem Eröffnungsfreitag erledigen." Achim Kapelle vom Wiedenbrügger Landsitz Kapellenhöhe schwört auf Weihnachtszauber ohne Pause: "Wir ziehen das an einem Stück durch, entweder ganz oder gar nicht. Das ist Überlebenstraining!" Auch bei Helfern und Organisatoren hat ein Weihnachtszauber in einem Guss eindeutig Vorrang. "Die zwei Tage Pause im letzten Jahr haben uns keine Erholung gebracht", erinnert sich Schlossmitarbeiter Herbert Janecke, "da in dieser Zeit zahlreiche Händler gewechselt oder auf dem Gelände umgezogen sind und daher sehr viel umgebaut werden musste." Organisator Arno Emke hat ganz nüchterne wirtschaftliche Argumente für eine durchgehende Veranstaltung: "Das sind für uns zwei Tage weniger Aufwand für Personal, Strom, Wasser, Verpflegung und Heizung sowie deutlich weniger Auf- und Abbau. Außerdem sind so alle Aussteller bestrebt, die zehn Tage komplett zu buchen." Seine Wunschvorstellung für die Zukunft meint der Designers-House-Chef jedoch selbst nicht ganz ernst: "Ein Weihnachtszauber auf Schloss Bückeburg durchgehend geöffnet vom ersten Adventswochenende bis zum Heilig Abend um 18 Uhr."

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