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Kirchengemeinde informiertüber Palliativdienste, Hospiz und Bestattungen

Abschied und Sterben im Blickpunkt

Sülbeck (han). "Sterben und Abschiednehmen" lautet der Titel einer Veranstaltungsreihe, zu der die Kirchengemeinde Sülbeck einlädt. An drei Montagen im November werden Fachleute über Hospiz, palliative Angebote, Trauer, Bestattungsarten und vieles mehr informieren. Die Gesprächsrunden im Gemeindehaus sollen Anregungen geben und Betroffenen helfen, Unsicherheiten zu bewältigen.

Irmhild Möller-Lindenberg (v.l.), Hartmut Ahrens, Christine Göbe

Als Grund für mögliche Ängste und Unsicherheiten im Umgang mit Sterben und Tod nennt der Sülbecker Pastor Hartmut Ahrens die Auflösung der Trauer- und Bestattungskultur. "Früher gab es bewährte Formen und Riten. Heute gehen die Menschen individueller mit dem Thema um." Bei Trauergesprächen merke er häufig, dass die Betroffenen unter Druck stünden, da sie nicht wissen, was nach einem Todesfall alles zu tun sei. Um Hospizarbeit und Palliativbetreuung geht es am Montag, 10. November, 20 Uhr. Christine Göbel von der Hospizgruppe Stadthagen und Liane Hunte, die bei der Diakonie-Sozialstation Meerbeck-Sülbeck und der Stadthäger Palliativberatungsstelle tätig ist, werden die ambulante Hospizbetreuung in Schaumburg vorstellen und auf stationäre Hospizeinrichtungen außerhalb des Landkreises eingehen. Zudem wollen die beiden Fachfrauen die Unterschiede zwischen palliativer Versorgung und Hospizarbeit verdeutlichen. Ziel des Abends ist es, aufzuklären, mit Vorurteilen aufzuräumen und Hemmschwellen abzubauen. "Sobald Angehörige von Sterbenden den ersten Schritt gewagt und unsere Angebote in Anspruch genommen haben, empfinden sie dies als sehr angenehm und entlastend", betont Göbel. Die zweite Gesprächsrunde am Montag, 17. November, 20 Uhr, widmet sich der Frage, was Angehörige selber tun können. "Wir wollen Betroffenen die Möglichkeit geben, Ängste und Unsicherheiten auszusprechen", erklärt Ulrike Henckel, die den Abend gemeinsam mit Ahrens gestaltet. "Wir werden auf Fragen eingehen und unterschiedliche Wege der Sterbebegleitung darstellen." Bei einem Todesfall kommen auf die Hinterbliebenen etliche Anforderung zu, die im Zentrum des dritten Abends am Montag, 24. November, 20 Uhr, stehen. Referenten sind die Meerbecker Bestatterin Irmhild Möller-Lindenberg und Renate Klose, die den Sülbecker Friedhof verwaltet. Es wird unter anderem darüber informiert, was unmittelbar nach einem Sterbefall zu tun ist. Möller-Lindenberg und Klose beleuchten Aspekte des Friedhofswesens und stellen Beisetzungszeremonien und Bestattungsarten vor. DieBestattungsunternehmerin wird Checklisten verteilen, die wichtige Anforderungen auflisten. "Die drei Abende wenden sich nicht nur an Betroffene, sondern auch an Menschen, die sich rechtzeitig mit dem Thema vertraut machen wollen", sagt Ahrens.

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