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Offene Modelle in Bakede, Eimbeckhausen und Flegessen, teilgebundenes Angebot in der Kernstadt

Ab heute: Alle Schulen mit Ganztagsangeboten

Bad Münder. Ganztagsangebote – sie sind die zentrale Neuerung, die zum heutigen Schuljahresbeginn alle Grundschulen im Stadtgebiet betrifft. In Bakede, Eimbeckhausen und Flegessen werden offene Ganztagssysteme eingeführt, Bad Münder startet mit einem teilgebundenen Ganztagsangebot.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Gerade die Schule der Kernstadt wird dabei intensiv unter Beobachtung der Landesschulbehörde und anderer Grundschulen stehen, unterscheidet sich ihr Angebot doch deutlich von anderen in Niedersachsen. Neben Bad Münder haben sich bislang erst drei weitere Grundschulen im Land für das teilgebundene Modell entschieden, auch die Einführung des Angebotes für die Schüler aller Klassenstufen gleichzeitig ist eine Besonderheit. „Dafür mussten wir einen gesonderten Antrag stellen. Vorgesehen ist die aufsteigende Einführung, doch wir haben gesagt: ,Wenn, dann für alle Schüler.‘“, erklärt Schulleiter Christoph Schieb.

Die Gremien der Schule hatten sich im vergangenen Jahr für das teilgebundene Modell ausgesprochen, bei dem an zwei Tagen in der Woche alle Schüler verpflichtend am Ganztagsangebot teilnehmen müssen. „Wir hatten hundert Prozent Rückendeckung“, berichtet der Schulleiter. „Natürlich haben wir uns auch mit kritischen Fragen von Eltern auseinandersetzen müssen, aber diese Gespräche sind wichtig und man muss sich ihnen stellen.“ Montags und dienstags werden alle Schüler bis 15 Uhr unterrichtet und auf Wunsch bis 16 Uhr betreut, mittwochs bis freitags gilt dann das offene Modell wie auch an den anderen Grundschulstandorten. „Die Stadt als Schulträger unterstützt das Modell der Betreuung bis 16 Uhr an allen Schulen, und das ist keine Selbstverständlichkeit“, macht Schieb deutlich – schließlich sei das ein „Zuschussgeschäft“ und müsse finanziert werden. Gleichzeitig sei die Unterstützung aber auch ein familienpolitisch wichtiges Signal. Ähnlich sieht es auch Elisabeth Borcherding, Fachbereichsleiterin Bildung der Stadt. Sie betont die „breite Einigkeit“, mit der die Politik die Entscheidung für die Ganztagsangebote an allen Grundschulen gefällt habe.

Dass der gleichzeitige Start in Ganztagsangebote an gleich vier Grundschulen eine Herausforderung ist, unterschlägt sie nicht. „Das ist für uns alle neu. Ich bin mir aber sicher, dass in allen Schulen Schulleiter, Kollegium und Mitarbeiter alles daran setzen werden, dass der Start unkompliziert gestaltet werden kann“, sagt sie.

In Flegessen hat Schulleiterin Brunhilde Meyer das Ganztagskonzept für ihre Schule mitentwickelt, in Eimbeckhausen wird es unter der Regie von Diana Rosenthal, der neuen Schulleiterin eingeführt. In Bakede übernimmt nach dem Eintritt von Hartmut Gäbel in den Ruhestand Christel Gietmann die kommissarische Leitung der Schule und damit auch die Einführung des Ganztagsangebotes.

Das Ganztagsangebot ist auch ein Thema an der KGS Bad Münder. Zum neuen Schuljahr habe es noch deutlich stärker als bisher mit Lehrerstunden hinterlegt werden können, berichtet die kommissarische Schulleiterin Malihe Papastefanou. Wenn heute um 15 Uhr die neuen Fünftklässler – sieben fünfte Klassen sind für das Schuljahr vorgesehen – begrüßt werden, besuchen 822 Schüler die Kooperative Gesamtschule an der Bahnhofstraße. Unterrichtet werden sie von 82 Lehrern, pädagogischen Mitarbeitern und Referendaren.

Eingerichtet werden soll auch eine zweite Sprachlernklasse, Papastefanou will vorbereitet sein, wenn durch den weiteren Zuzug von jungen Flüchtlingen der Bedarf an Deutschunterricht größer wird. Weiter ausgebaut wird auch die Hochbegabtenförderung, zusätzlich zu den bereits vorhandenen Angeboten kommt in diesem Schuljahr die Hochbegabtenförderung im Bereich Musik hinzu.

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