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Verkehr soll automatisch geregelt werden

A 2: Bei Nenndorf kommt "Brücke" für weniger Unfälle

Landkreis (crs). Noch in diesem Jahr soll bei Bad Nenndorf mit dem Bau einer sogenannten "Verkehrsbeeinflus- sungsanlage" für die A 2 begonnen werden. Diese gute Nachricht hatte Achim Großmann als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium im Gepäck, als er am Dienstagabend zu einem Arbeitsgespräch ins Kreishaus nach Stadthagen kam. Erklärtes Ziel: Die Unfallzahlen auf dem Schaumburger Streckenabschnitt der A 2 sollen endlich sinken.

Denn während die Zahl der Verkehrstoten bundesweit rückläufig ist, steigt die Zahl auf den 34 Kilometern der A 2 im Landkreis Schaumburg kontinuierlich: Sechs Menschen haben hier alleine in den ersten drei Monaten dieses Jahres ihr Leben gelassen. Zu mehr Sicherheit beitragen soll die vom Bund finanzierte Brücke mit ihrer elektronischen Anzeige bei Bad Nenndorf: Bei Unfällen oder hohem Verkehrsaufkommen soll der Verkehr auf der Autobahn etwa über eine flexible Geschwindigkeitsbegrenzung automatisch geregelt werden. "Noch in diesem Jahr soll Baubeginn sein", sicherte Großmann für die Anlage zu. "Wir hoffen, dadurch zu einer Entspannung der Situation und zu einem Abbau der Unfälle beitragen zu können." Bereits im September vergangenen Jahres war eine Schaumburger Delegation nach Berlin gereist, um Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee auf die Probleme rund um die A 2 aufmerksam zu machen (wir berichteten). Am Dienstag ist diese Runde aus Vertretern von Anrainerkommunen und Landkreis, THW, Feuerwehr und Kreistagsabgeordneten mit Großmann und dem SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy im Kreishaus zu einem Folgegespräch zusammengekommen. Nichts Neues gab es dabei allerdings für die Ausstattung der durch die vielen schweren Unfälle stark belasteten Feuerwehren im Kreisgebiet. Hier erfordert die Abgrenzung von Zuständigkeiten zwischen Bund und Land weitere Gespräche: Aus verfassungsrechtlichen Gründen sei es zum Beispiel nicht möglich, Geld direkt vom Bund herabzureichen, stellte Edathy die Situation dar. "Hier ist das Land gefordert, auch beim Ausgleich von besonderen Belastungslagen." Deswegen wollen die Schaumburger auch dem Land stärker auf die Pelle rücken. Gemeinsam mit Edathy und den Landtagsabgeordneten soll es hier in den nächsten Monaten ein Gespräch geben. Immerhin: Die Mittel für den Katastrophenschutz werden nicht - wie von Tiefensee zwischenzeitlich angedacht - gekürzt. "Der Bund zieht sich nicht aus dem Katastrophenschutz zurück", kündigten Edathy und Großmann an.

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