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Überführung am Feuergraben fast fertig

Experten erklären, warum der Bau so aufwendig ist

Hameln (jbr). „Über sieben Brücken musst du geh’n“ heißt es in einem bekannten Lied der Rockband Karat. Doch um dies zu können, müssen erst einmal Brücken gebaut werden und das nimmt oft Monate in Anspruch: Denn, Brücken egal ob groß oder klein, sind aufwendige Bauwerke.

In Hameln wird das an der gerade einmal sieben Meter langen Brücke, die am Feuergraben, Ecke 164er Ring über die Stadthamel führt, deutlich. Seit Ende Juni wird dort eine komplett neue Überführung errichtet, weil die Alte aus dem Jahr 1927 erhebliche Sicherheitsmängel aufwies. Warum es seine Zeit dauert, bis eine Brücke hochgezogen ist, und wie die einzelnen Arbeitsschritte aussehen, weiß Thorsten Behrendt, Diplom Bauingenieur bei der Stadt Hameln.
„Am Anfang stehen allerlei Untersuchungen“, sagt Behrendt. Denn, nur wenn sich eine Sanierung aus Kostengründen nicht mehr lohnt, wird eine bestehende Brücke überhaupt erst abgerissen. Jede Brücke sei laut Behrendt für etwa 100 Jahre konzipiert. Ist schließlich der Entschluss gefallen, eine neue Überführung zu errichten, folgt ein Brückenentwurf, in dem alle wichtigen Bedingungen, wie beispielsweise die Lage von Rohren und Kabeln und für den Naturschutz relevante Belange, berücksichtigt werden.“ Dieser Behördenentwurf muss aber nicht unbedingt das sein, was später tatsächlich gebaut wird“, sagt der Bauingenieur. Nach der Ausschreibung erfolgt dann die detaillierte Planung: Durch einen Ingenieur werden die Entwürfe gegengeprüft. „Erst wenn der grünes Licht gibt, kann es losgehen“, weiß Behrendt.
Doch bevor ein neues Bauwerk errichtet werden kann, muss die alte Brücke weichen. „Das passiert nicht immer gleich mit der Abrissbirne“, sagt Behrendt. Die Brücke dort sei zunächst in acht Teile zerschnitten, von einem Kran verladen und zu einer Betonrecycling-Firma transportiert worden. Asphalt, Abdichtungen, Beton und Boden – alles habe die beauftragte Firma sorgfältig voneinander getrennt. Das, was von der ehemaligen Brücke noch stand, sei schließlich der Abrissbirne zum Opfer gefallen.

Mehr zum Thema lesen Sie in der Dewezet.

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