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Gestern Festakt an der Bahnhofstraße / Erster Bauabschnitt soll im Herbst 2011 beendet sein

Über dem KGS-Neubau weht die Richtkrone

Bad Münder (jhr). Noch ist es eine Riesenbaustelle – doch im kommenden Jahr soll hier ein großer Teil der münderschen Kinder zur Schule gehen. Seit gestern Nachmittag ist die Stadt der Eröffnung der KGS an der Bahnhofstraße einen großen Schritt näher: der Richtkranz ziert das Gebäude.

Die Krone im Blick: Karl-Wilhelm Steinmann hält den Richtspruch.

Beim Festakt für das Großprojekt hielt sich Kreishandwerksmeister Karl-Wilhelm Steinmann an die Bräuche. In Reimform grüßte er vom Gerüst: „Dank sagen dem Landkreis für diesen Bau/Es war in der Wirtschaftskrise sehr schlau/Die Konjunkturmittel hier zu konzentrieren/Und sich nicht zu vergaloppieren“ – und lieferte damit Landrat Rüdiger Butte die Stichworte für eine Rede vor geladenen Gästen aus Politik, Verwaltung, (Bau-)Wirtschaft und Schulen. Butte erinnerte daran, dass der Landkreis einen Großteil der Finanzmittel aus dem Konjunkturpaket II in den An- und Neubau des Schulgebäudes gesteckt hat. 13,2 Millionen Euro sind für die Schaffung des KGS-Schulbaus vorgesehen, 4,4 Millionen davon stammen vom Bund. „Es war richtig, hier zu klotzen und nicht zu kleckern“, unterstrich Butte während des Festaktes. Die Investition sei eine strategische Entscheidung, denn „wir wurden in die Lage versetzt, in die Zukunft unserer Kinder zu investieren.“ Profitiert haben von dem Projekt unter anderem die heimischen Betriebe: 5,3 Millionen Euro seien bislang in den ersten Bauabschnitt, den Neubau, geflossen, davon seien Aufträge in Höhe von 3,2 Millionen Euro an heimische Firmen gegangen. Für die Stadt bedankte sich der stellvertretende Bürgermeister Detlef Olejniczak für den KGS-Bau.

Während des Festaktes konnten sich die Teilnehmer über den Baufortschritt informieren – für die Mitglieder des Kreis-Bauausschusses hatte Architekt Klaus-H. Petersen ihn in einer vorgeschalteten Sitzung zusammengefasst. 65 Prozent der Neubauarbeiten seien bereits ausgeschrieben. „Wir stehen ganz gut da“, erklärte er. Probleme habe allerdings der unerwartet heftige frühe Wintereinbruch bereitet, sodass die Planung angepasst werden musste. Dennoch: „Wir haben acht Wochen Verzögerung.“ Verschoben werden musste dadurch auch der anvisierte Termin der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts, das Büro Büro Petersen Pörksen Partner rechnet nun mit Herbst 2011. Im Sommer 2012 soll dann das Projekt insgesamt abgeschlossen sein.

Für den Leitenden Baudirektor Reinhard Müller wichtig: „Wir werden den Kostenrahmen wohl einhalten.“ Änderungen ergeben sich allerdings in der Planung für den vorgesehenen Busbahnhof im Eingangsbereich an der Bahnhofsstraße – der sollte ursprünglich erst zum Abschluss des Projektes in Angriff genommen werden, mit den Arbeiten müsse nun aber schon in den Sommerferien begonnen werden, um Fördermittel nutzen zu können.

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