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Geburtstagsständchen zum 65. von Dr. Peter Neumann / Großes Interesse: "Die Kirche ist ja voll wie zu Weihnachten!"

Öffentliche Familien-Musik für den Superintendenten

Rinteln (dis). Ein Tag wie aus dem Bilderbuch - blauer Himmel, Wohlfühl-Temperaturen und Sonnenschein pur. Diese heitere Idylle versetzte in die richtige Stimmung für eine besondere öffentliche Familien-Musik, mit der Superintendent Dr. Peter Neumann anlässlich seines 65. Wiegenfestes am Sonnabend in Sankt Nikolai von den Seinen geehrt wurde, einen Tag vor seinem offiziellen Abschied (wir berichteten).

Der Einladung zu dem festlichen Konzert für Bläser, Orgel und Gesang waren so viele Neumann-Anhänger gefolgt, dass der Jubilar erstaunt bemerkte: "Die Kirche ist ja voll wie zu Weihnachten!" Für ein abwechslungsreiches Geburtstagsständchen sorgten außer dem eigenen Nachwuchs Kristina und Matthias - Gesang, Orgel - das "Geschwister-Pfeiffer-Ensemble" mit den Trompetern Joachim, Harald und Martin sowie den Posaunisten Johannes und Eckhard. Das Verhältnis zu den fünf blasenden Brüdern von Ehefrau Dorothea sei bis heute so unkompliziert geblieben wie beim Kennenlernen, äußerte sich Einzelkind Dr. Peter Neumann und fügte hinzu, dass ihn die große Familie dankbar und froh mache. Glücklich fühlte sich der langjährige Kirchenchef gewiss auch bei dem von Sohn Matthias geleiteten Darbietungsreigen. Der Junior ließ als fast ständiger Begleiter und vor allem als Solist aufhorchen. In Bachs selten gespielter "Toccata, Adagio und Fuge C-Dur", BWV 564, stimmten die Proportionen genau. Den typischen Regerschen Ausdrucksgesten und abrupten Wechseln in der "Phantasie über B-A-C-H" verlieh das Talent später mannigfache Farbtupfer. Assistiert vom Organisten und bisweilen noch Bläsern, führte Tochter Kristina ihre klare, klangschöne Stimme durch Teile von Mozarts "Dominicus-Messe", Schuberts "Deutsche Messe" und Bach-Choräle. Die Liebe der Neumanns zu Schweden kam in Oskar Ahnfelts "Blott en Dag" ansprechend zur Geltung. Das Pfeiffer-Team wählte ein ohrengefälliges Programm mit Werken unterschiedlichster Meister. Diese wohltemperierte Mischung aus Virtuosität und Harmoniefreude verschaffte Solist Joachim und der Gruppe gleichermaßen Gelegenheit, ihr Können ins rechte Licht zu rücken. Applaus gab es jedenfalls nicht nur für Delalandes "Concert de Trompettes", fünf anmutige Renaissance-Tänze von Gervaise oder Vivaldis rasantes Allegro zur Genüge.

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