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Studenten der MHH informieren sichüber aktuelle Therapieformen

Ärzte in spe erlernen in Eilsen die Grundlagen der Reha-Medizin

Bad Eilsen (sig). Der ärztliche Berufsstand sorgt zurzeit für Schlagzeilen. Bei den Klinikärzten geht es um die Arbeitszeiten, aber auch um die Besoldung. Immer wieder ist von herben Einnahmeverlusten zu hören. Und dennoch wollen noch immer noch zahlreiche junge Studenten diesen Beruf erlernen. 38 Studenten von ihnen weilten kürzlich zu einem Informationsbesuch im Eilser Rehazentrum.

Chefärztin Dr. Inge Ehlebracht-König im Gespräch mit den Student

"Wir pflegen auf diesem Feld eine enge Zusammenarbeit mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH); solche Gruppen kommen deshalb dreimal im Jahr zu uns, um eine Einführung in die Schwerpunkte des Rehazentrums zu erhalten", erklärt Dr. Inge Ehlebracht-König. Sie ist die Chefärztin der Internistisch-Rheumatologischen Klinik und stand dem Medizinernachwuchs zusammen mit Dr. Heinz-Hubert Daalmann, der die Rheumatologische Klinik leitet, für das Abschlussgespräch zur Verfügung. Unter den wissbegierigen jungen Gästen befanden sich zwei Studenten, deren Herkunftsländer Russland und Polen sind. "Im kommenden Sommer ist für sie Schluss mit der theoretischen Ausbildung; dann beginnt das so genannte praktische Jahr, das sie in Kliniken absolvieren", berichtet Dr. Daalmann. Neben den Basisfächern Innere Medizin und Chirurgie gibt es als Wahlfächer zum Beispiel Anästhesie oder Neurologie. Eine Ausbildung in Reha-Medizin ist inzwischen auch in Bad Eilsen möglich. Das praktische Jahr wird mit dem großen Examen abgeschlossen. Beim Rehazentrum befassen sich die Studenten mit den verschiedenen Therapieformen, zu denen auch die Behandlung in der Kältekammer gehört. Sie haben außerdem die Möglichkeit, Patienten zu ihren Beschwerden zu befragen und deren Fälle danach in größerer Runde zu besprechen. Dr. Inge Ehlebracht-König: "Man merkt, dass diese Studenten doch schon über etliche Erfahrungen verfügen; und es zeigt sich immer wieder, dass der medizinische Standard in Deutschland sehr hoch ist."

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