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Adventliches Lesertelefon: Glühwein zu teuer, Stimmung gestört, Beschicker unzufrieden

Ärger über dreiste Betrüger am Telefon

Rinteln (ur). Annette Achilles vom Stadtmarketing-Verein "Pro Rinteln" warnt vor einem offenbar aus der Schweiz stammenden Unternehmen, das vorgeblich im Auftrag der Stadt Rinteln bei Geschäftsleuten anruft und erklärt, man müsse die Faxnummern auf ihre Aktualität überprüfen. Darüber hinaus werden die Firmen auf einen Internetauftritt angesprochen - und wenn sie die Faxmeldung zurücksenden, schließen sie einen Vertrag über kostenpflichtige Einträge ab. Wie Achilles' Nachfrage bei der Stadt ergab, bestehen dort keinerlei Pläne in dieser Richtung - und damit auch kein Auftrag an irgendein Unternehmen, Teilnehmer für ein solches Projekt zu finden.

Auch zum Betrugsfall mit den Gewinnspielen einer Berliner Briefkastenfirma (wir berichteten) gibt es eine neue Bestätigung: Eckhard Wilbrandt aus Todenmann wurde von diesen Leuten angerufen und zur Bestätigung seiner Bankeinzugsvollmacht gebeten. Nachdem er sich diese Belästigung energisch verbat und die genaue Anschrift haben wollte, wurde sofort aufgelegt. Einen ähnlichen Anruf erhielt Elfriede B. aus Obernkirchen - mit dem Unterschied, dass man ihr unterstellte, bereits seit Jahren Mitglied der "Gewinninitiative" zu sein. Man erwarte daher ab Januar einen Beitrag von 150 Euro - zwecks Datenabgleich wolle man schon mal ihre Bankverbindung aufnehmen, damit man eventuelle Gewinneüberweisen könne. Die Leserin verwahrte sich energisch gegen dieses Vorgehen und wollte wissen, unter welcher Nummer der Verein erreichbar sei. "Das darf ich Ihnen nicht sagen", hieß die verblüffende Antwort, bevor das Gespräch abgebrochen wurde. Die Preisgestaltung beim Ausschank von Glühwein beklagt Dieter Brand : "Es mag ja sein, dass einige wenige das Heißgetränk mit edlen Zutaten herstellen. Die meisten aber beschränken sich darauf, das billige Zeugs aus dem Tetrapack zu erhitzen und dann über 2 Euro dafür zu nehmen - deutlich mehr, als der ganze Liter im Einkauf kostet, das verdirbt schon den Appetit!" Als sehr positiv erlebte Edith Meyer aus Rinteln im vergangenen Jahr das adventliche Konzert der Feuerwehrkapelle in St. Nikolai. Auch in diesem Jahr hätten sich die Musiker wieder sehr viel Mühe gegeben, doch sei die Atmosphäre nicht so eindrucksvoll gewesen wie anno 2007: "Damals hatte der Superintendent aufgefordert, erst zum Abschluss Applaus zu spenden - diesmal wurde die besinnliche Stimmung immer wieder durch Klatschen unterbrochen, aber auch durch zu viel Moderation zwischen den Stücken. "Das störte die Harmonie", sei ihr auch durch andere Gäste bestätigt worden. Urte Wessel hat von Beschickern des Adventszaubers erfahren, dass diese nicht zufrieden sind mit dem bisherigen Verlauf: "Die haben zum Teil nicht mal das Fahrgeld für die An- und Abreise verdient." Sie habe den Eindruck, dass das Angebot für die Umsatzmöglichkeiten überdimensioniert sei: "Manche können einem richtig leid tun, so wenig nehmen die ein." Irmtraut Exner möchte sich für das DRK bei allen Rintelnern bedanken, die bislang die Aktion "Kinder in Not" unterstützt haben: "Das ermutigt uns, weiter an dieser Aufgabe zu arbeiten!"

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