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Hofhund reißt sich los und attackiert vorbeigehenden Rüden

Ärger für Frauchen und ein paar Blessuren für „Frodo“

Bad Münder (lil). Rund ein Jahr lang ist Paula Jensen jede Mittagspause mit ihrem Hund „Frodo“ in der Feldmark nähe der Dyes-Siedlung Gassi gegangen. Jetzt hat der Mischlingshund, der einen Hof in der Siedlung bewacht, ihren eineinhalbjährigen Harzer Fuchs angegriffen – Frodo kam mit kleinen Blessuren davon. „Ich werde dort nicht mehr langgehen und möchte andere Hundehalter warnen“, sagt die 22-Jährige, die aus dem Landkreis Peine stammt und in Bad Münder arbeitet.

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„Der Hund war mit einer zwei bis drei Meter langen Leine festgebunden. Er war wie immer lautstark am Bellen und hat die Leine strammgezogen“, erzählt Jensen.

Der etwa 50 Kilo schwere Rüde habe sich losgerissen und sei auf Frodo zugestürmt, so Jensen. „Ich ließ sofort meine Leine fallen und rechnete mit dem Schlimmsten“, sagt die 22-Jährige. „Er biss sich in meinen Hund fest. Ich war wie versteinert und wusste nicht, was ich machen sollte“, erinnert sie sich.

Zu Hilfe kam der jungen Frau und ihrem Vierbeiner Anwohner Stephan Lay. „Frau Jensen hat geschrien und einen Schlüsselbund nach dem Hofhund geworfen“, berichtet Lay. „Ich habe ihn gepackt und von Frodo getrennt.“ Dankbar zeigt sich Jensen. „Der Hofhund hätte Frodo wahrscheinlich sonst tot gebissen.“ Was die 22-Jährige an diesem Vorfall besonders ärgert: „Der Landwirt gab mir die Schuld an der Geschichte, weil ich ja schließlich jeden Tag am Hof vorbeiginge und seinen Hund provozieren würde. Frodo hat aber noch kein einziges Mal auf das Gekläffe reagiert.“ Außerdem, so Jensen, hätten der Landwirt und sein Sohn erklärt, der Feldweg wäre ein Privatweg, und sie wäre nicht befugt, diesen zu benutzen.

Polizeioberkommissar Sören Eichmann und sein Kollege wurden nach der Beißerei gerufen. „Die beiden Polizisten bestätigten mir, dass der Weg nicht privat sei, sondern ein frei zugänglicher Feldweg“, sagt Jensen. „Wir stellen in solchen Fällen sicher, dass die Beteiligten ihre Personalien austauschen, um zivilrechtliche Ansprüche zu klären“, so Eichmann. „Dass der Hofhund an der Leine gehalten wird, ist nicht zu beanstanden“, so der Polizeioberkommissar. „Die Leine jedoch war nicht seinem Gewicht angepasst. Wir haben dem Halter deutlich gesagt, dass er eine andere besorgen müsse.“

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