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Feuerwehr verhindertÜbergreifen der Flammen auf die Nachbargebäude

76-Jährige stirbt bei Wohnungsbrand - Notarzt kann nicht mehr helfen

Rinteln (wm). Bei einem Brand in einem Wohnhaus in der Ostertorstraße ist in der Nacht zu Sonntag eine 76-jährige Bewohnerin ums Leben gekommen. Für die Rintelner Feuerwehr tragisches Ende eines sonst ruhigen Jahres, weil es sich um die Mutter eines Feuerwehrkameraden handelt, der selbst mit im Einsatz war und noch mit Feuerwehrkameraden die Seniorin aus dem Haus geholt hatte. Eine Reanimierung durch Notarzt Peter Oehlgrien hatte keinen Erfolg mehr. Auch der Sohn und Feuerwehrmann musste mit Anzeichen einer Rauchvergiftung ärztlich behandelt werden. Die Feuerwehr geht davon aus, dass das Feuer in einem Abstellraum ausgebrochen sein könnte und vermutlich schon längere Zeit gebrannt haben muss, ehe es gegen 20.30 Uhr von einem Autofahrer bemerkt worden ist. Durch die Hitze waren die Scheiben von zwei Räumen zur Straße geborsten, die Jalousien zusammengeschmolzen. Als die Feuerwehr eintraf, schilderte Stadtbrandmeister Friedel Garbe, hätten die vorderen Räume des Hauses bereits in Flammen gestanden. Die Seniorin lag regungslos in einem Sessel im Wohnzimmer, das die Flammen noch nicht erreichthatten, aber völlig verqualmt war.

Als die Feuerwehr eintrifft, ist das ganze Haus verqualmt, in zw

Da ein weiterer Sohn im Haus lebt und zunächst nicht klar war, wo er sich aufhielt, durchsuchten Atemschutztrupps alle Räume - ohne Ergebnis. Dann konnte die Polizei endgültig Entwarnung geben - der Sohn hatte sich gemeldet. Durch die dichte Bebauung ringsum - hinter dem Haus befindet sich ein Schuppen, in dem auch Stroh gelagert ist - bestand die Gefahr, dass das Feuer auf Nachbargebäude übergreift, was die Feuerwehr verhindern konnte. Das Haus dagegen war nicht zu retten. Große Anteilnahme auch der Nachbarn: Weil ein Hydrantendeckel sich nicht öffnen ließ, griff hilfsbereit Nachbar Peter Harzer zum Vorschlaghammer. Andere Nachbarn reichten den Feuerwehrleuten heiße Getränke, bis die Logistikgruppe aus Uchtdorf die Versorgung übernahm. Da das Feuer immer wieder aufflackerte, blieben Brandwachen die ganze Nacht über vor Ort, die Ostertorstraße und der Exter Weg wurden gesperrt. Das Löschwasser verwandelte bei minus fünf Grad die Fahrbahn in eine Eisfläche, die Feuerwehrleute mussten großflächig streuen. Stadtwerkemitarbeiter kamen noch in der Nacht, umden Strom im Brandhaus abzustellen. Als Notfallseelsorgerin wurde Pastorin Astrid Bunselmeyer gerufen, die sich um die Familienangehörigen kümmerte. Im Einsatz waren insgesamt 80 Feuerwehrleute, neben der Rintelner Feuerwehr auch aus Exten, Schaumburg, Uchtdorf, Krankenhagen und Steinbergen. Am Sonntagmorgen hatte die Kriminalpolizei mit ihren Ermittlungen begonnen, über die Brandursache ist bisher nichts bekannt.

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