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Städte entlang der Weser "brechend voll" / Viele auswärtige Besucher / Sanis haben wenig zu tun

63 000 Radler - Felgenfest bricht alle Rekorde

Weserbergland (ube/ah/ gm). Das siebte Felgenfest hat alle seine Rekorde gebrochen: 63 000 Fahrradfahrer aus nah und fern nahmen nach Angaben der Polizei gestern an der Großveranstaltung teil. "6000 mehr als im Vorjahr", freute sich Christiane Lampen, Sprecherin des Landkreises Hameln-Pyrmont.

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Es war wieder die Pontonbrücke der Königlichen Pioniere des 28. Regiments aus Hameln, die in Großenwieden die Massen anzog. "Dort wurden bereits um 15.30 Uhr 24 000 Menschen gezählt", berichtete Lampen - und fügte hinzu: "Das ist ein Plus von 7000." Die Kinder in Not wird's freuen, denn die britischen Soldaten stellten sich auch in diesem Jahr in den Dienst der guten Sache und sammelten "Wegezoll" für die Hilfsaktion von DRK und unserer Zeitungsgruppe. Der Fahrrad- und Freizeitmarkt in Hameln sei "sensationell angenommen worden", sagte Lampen. "Da ist der Bär los." Auch in den anderen Städten war es "brechend voll", was vor allem die Gastwirte gefreut haben dürfte. Rinteln meldete am Nachmittag: "Bei uns gibt's keinen freien Stuhl mehr." Das Felgenfest in drei Landkreisen sei offenbar eine feste Größe im Veranstaltungskalender geworden, sagte Christiane Lampen. Auch viele auswärtige Gäste - die meisten kamen aus Nordrhein-Westfalen - zog das fröhliche Fest an. Sie parkten außerhalb der Städte, machten ihre mitgebrachten Drahtesel klar und fuhren los. Die Temperaturen waren hochsommerlich - da kam so mancher stark ins Schwitzen. Bei dem einen oder anderen Radler machte da schon mal der Kreislauf schlapp. Erste Hilfe leistete das Rote Kreuz: Vier Ärzte und 220 DRK-Sanitäter waren im Einsatz. Aber nur 14 Mal mussten Patienten in Kliniken transportiert werden. Schuld daran waren allergische Reaktionen auf Insektenstiche und kleinere Stürze. Erfreulich: "Es gab Gott sei Dank keinen schweren Unfall", so Lampen. Polizei und Feuerwehr sicherten die 55 Kilometer lange Strecke. Insgesamt 460 Helfer sorgten für Sicherheit. Größer allerdings war die Zahl der Mitwirkenden, die entlang der Strecke von Bodenwerder über Emmerthal, Hameln und Hessisch Oldendorf bis nach Rinteln das Programm gestalteten. Die Auswahl war gewaltig: Schmissige Musik, abwechslungsreiche Kinderanimation, Speis' und Trank - ein Weserbergland-Fest der Superlative. "Sehr attraktiv", lobte Martina Döllner aus Bückeburg, die mit ihrer Tochter Kim auf Inlinern nach Hessisch Oldendorf gekommen war, die Angebote. Auch Gerhard Reineke, der mit einer 45-köpfigen Radlergruppe aus dem Hessisch Oldendorfer Stadtteil Welsede in Emmerthal lange Zeit pausierte, war begeistert: "Das übertrifft bei weitem unsere Erwartungen."

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