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CDU stellt weiterhin die Ortsbürgermeisterin der Kernstadt / SPD: „Gereichte Hand ausgeschlagen“

5:4 Stimmen: Joumaah macht das Rennen

Bad Münder (lil). Petra Joumaah (CDU) ist und bleibt Bad Münders Ortsbürgermeisterin. Dafür votierten gestern Abend mit 5:4 Stimmen die Mitglieder des Ortsrats. Leer ging die SPD aus: Thomas Konior unterlag sowohl bei der Wahl zum Ortsbürgermeister als auch bei der zum Stellvertreter – denn diesen Posten sicherte die Mehrheit der Ortsratsmitglieder Helmuth Mönkeberg (proBürger) zu.

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Das Besondere: Die Sozialdemokraten hatten für beide Ämter die geheime Wahl beantragt. Alles andere als geheim hingegen fiel Mönkebergs sportlich begründete Erklärung vor dem Urnengang aus. „Die Titelverteidigerin Petra Joumaah hat von den Bürgern 400 Stimmen mehr als ihr Kontrahent Thomas Konior bekommen. Das ist ein klares Votum“, stellte er heraus. „Auch wenn ich geheim meine Stimme abgebe, werde ich für Petra Joumaah stimmen.“

Der Enttäuschung seitens seiner SPD-Fraktion verlieh Uwe Nötzel vor den zahlreichen Zuhörern Ausdruck: „Für dieses Verhalten fehlt uns jedes Verständnis. Für uns bedeutet das ein unangenehmes Déjà-vu“, sagte er. „Die stärkste Fraktion personell auszugrenzen, liegt nicht im Interesse guter Zusammenarbeit.“ In seinen Augen sei an diesem Abend „politisches Porzellan ohne Not zerschlagen worden.“ Nötzel: „Die Bürgermeisterwahl wirft ihre Schatten voraus.“

Ähnlich sah dies sein Parteigenosse Konior: „Die CDU hat die gereichte Hand ausgeschlagen. Dabei sollten wir Hand in Hand arbeiten, um in der Stadt Bad Münder etwas zu bewegen“, bedauerte er.

Ortsbürgermeisterin Joumaah erklärte, auch weiterhin mit den Mitgliedern in Freundschaft und mit gegenseitigem Respekt die Aufgaben des Ortsrats erfüllen zu wollen. „Wir alle wollen nur eins: Uns für die Menschen in Bad Münder einsetzen.“

Für die gute und konstruktive Zusammenarbeit in den vergangenen fünf Jahren bedankte sich Joumaah bei den ausgeschiedenen Ortsratsmitgliedern Hubertus Wöllenstein, Horst Fischer, Michael Engel, Uwe-Peter Keil, Hans-Peter Schiebler, Lutz Schröder, Jürgen Tansinne und Jörg-Ulrich Wussow.

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