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Selbsthilfetag im Weserberglandzentrum (WBZ) am 25. April 2009

50 Jahre Paritätische Dienste – Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege

Er wird 50 Jahre alt und wirkt jung, dynamisch und aktiv wie eh und je. Der Paritätische Hameln wurde vor einem halben Jahrhundert ins Leben gerufen und entwickelte sich zu einem der großen Paritätischen Sozialzentren in Niedersachsen. Kontinuierlich bauten die Paritäten ihr Angebot aus, etablierten sich mit vielfältigen sozialen Dienstleistungen und vereinen heute eine große Anzahl von Mitgliedsorganisationen unter ihrem Dach.

Das engagierte Team der ambulante Pflege des Paritätischen Hamel

Im Gründungsjahr 1959 wurde das erste Büro des Verbandes in Hameln eröffnet. Die Prinzipien der Satzung, die Betreuung der Mitgliedsorganisationen wurden bereits damals im besten Sinne beachtet und gelebt. Neben der Julius-Tönebön-Stiftung, dem Blindenverband, dem Familienverband und dem Gehörlosenverein gesellten sich nach und nach weitere Vereine und Stiftungen unter das Dach des Paritätischen. Der Schwerpunkt der Arbeit bestand in der Vermittlung von Mutter-Kind-Kuren, dem Sammelwesen und dem Kennenlernen der staatlich und frei gemeinnützigen Handelnden im sozialen Bereich. Mitte der 60er Jahre wird mit „Essen auf Rädern“ und der Hauspflegestation ein neuer Tätigkeitsbereich eröffnet. Der Wunsch vieler alter Menschen, möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu verbleiben, wurde durch die Mobilen Dienste möglich. Anfang der 70 er Jahre eröffnete der Parititätische eine kleine Außenstelle in Bad Pyrmont.

Zusammenarbeit mit Brjansk

In den 80er Jahren führte der Paritätische Hameln gemeinsam mit dem Niedersächsischen Sozialministerium das Projekt „Partner für ehrenamtliche Helfer“ durch, um Bürger für ein freiwilliges Engagement in der Seniorenarbeit zu gewinnen. Das Projekt läuft übrigens bis heute mit großem Erfolg. Nach dem Fall der Mauer entwickelte sich auf Anregung und Initiative des Paritätischen Hameln eine enge Zusammenarbeit mit sozialen und kulturellen Einrichtungen in der russischen Tschernobylregion Brjansk.

Weitere hervorhebenswerte Projekte sind der soziale Wegweiser sowie das ins Leben gerufene Integrationsbüro für Migration. So können die Paritäten auf eine stolze Bilanz zurückblicken.

Eine besondere Ehrung wurde Edeltraud Sievers und Klaus-Dietrich
  • Eine besondere Ehrung wurde Edeltraud Sievers und Klaus-Dietrich Guhl zuteil, die für ihr vorbildliches Engagement bei den Paritäten von Ministerin Ursula von der Leyen (Mitte) ausgezeichnet wurden.
Die Geschäftsstelle des Paritätischen Hameln an der Kaiserstraße
  • Die Geschäftsstelle des Paritätischen Hameln an der Kaiserstraße. In dieser Woche feiern die Paritäten ihr 50-jähriges Bestehen.
Der Beirat des Paritätischen Hameln im Jahr 1999.
  • Der Beirat des Paritätischen Hameln im Jahr 1999.

Selbsthilfetag am 25. April

Am Sonnabend, 25. April, wird der Paritätische Hameln seinen 50. Geburtstag im Foyer des Weserbergland-Zentrums feiern. Paritäten-Geschäftsführer Norbert Raabe erwartet zahlreiche illustre Gäste zu diesem besonderen Anlass.

An diesem Sonnabend, 25. April, findet zugleich der 8. Selbsthilfetag statt.

Von 10 bis 15 Uhr werden sich Selbsthilfegruppen, Initiativen und Vereine aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont im Weserbergland-Zentrum vorstellen und über ihre Arbeit berichten. Zahlreiche Vorträge aus dem Gesundheitsbereich werden zu hören sein. So wird ab 10.30 Uhr Dr. Willmut Wolf über „Stationen der Demenz-Angehörige im Gespräch“ informieren, Gestalttherapeutin Elisabeth Brandi widmet sich ab 11.30 Uhr dem Thema „Krisen und Wandlungszeiten“, der Tinnitus steht im Mittelpunkt des Vortrags (ab 12.30 Uhr) von Dr. Peter Schulte und Henning Piepenschneider gibt ab 14.15 Uhr eine „Einweisung in AED“ (Automatisierter Externer Defibrillator).

Unter dem Motto „Wir bewegen, was uns verbindet“ ist als Höhepunkt des Selbsthilfetags eine Menschenkette geplant, die die Vielfalt der Selbsthilfebewegung im Landkreis symbolisieren soll. Auch die Gäste der Festveranstaltung zum 50. Jubiläum sollen motiviert werden, daran teilzunehmen. Dabei wird der Rattenfänger die Gäste aus dem Festsaal in den Bürgergarten begleiten, wo eine Luftballonaktion gestartet wird. Die Teilnahme lohnt sich: Als Hauptpreis wartet ein Wellness-Wochenende für zwei Personen.

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