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Motorräder sacken auf dem Weserangerparkplatz ein

39 Grad in praller Sonne - da schmilzt sogar Asphalt

Rinteln (ur/wm). Positiv registrierten viele Motorradfahrer, dass die Stadt Rinteln für die diesjährige Badesaison unweit vom Eingang zum Weser angerbad einen Motorrad-Parkplatz eingerichtet hat.

Im weichen Bitumen verloren zwei Maschinen ihre Standfestigkeit

Die neue Abstellmöglichkeit wird von den Bikern intensiv genutzt - dass aber auch eine solche Einrichtung ihre Tücken haben kann, zeigte sich am Montagnachmittag gegen 16.50 Uhr, als gleich zwei Maschinen mit donnerndem Krach zu Boden gingen. Durch die stundenlange Hitzeeinwirkung hatte sich die Bitumenschicht der Parkfläche so stark erweicht, dass sich die Reifen unter der Last der Maschinen in die Masse bohrten und schließlich umkippten: Nur die Tatsache, dass ein genügend großer Abstand zu den nächsten Motorrädern bzw. Rollern bestand, verhinderte eine Kettenreaktion, durch die noch mehr Fahrzeuge betroffen und womöglich beschädigt worden wären. Im konkreten Fall konnten von der Polizei durch Ausrufüber die Lautsprecheranlage die Besitzer der Maschinen herbeizitiert und diese wieder aufgestellt werden. "Hier muss die Stadt sich etwas einfallen lassen - am besten, es wird gepflastert!" kommentierte ein Motorradfahrer die Situation. Genau das will das Bauamt der Stadt Rinteln jetzt tun, gab gestern auf Anfrage Tiefbauamtsleiter Helmut Leppin bekannt. Der Parkplatz sei bereits gesperrt und werde jetzt gepflastert, am Sonnabend soll er wieder benutzbar sein. Die Frage, wer für die Schäden an den Motorrädern aufkommen wird, beantwortete das Bauamt salomonisch: Sollte ein Verschulden der Motorradfahrer nachweislich nicht vorliegen, zahle wohl die Versicherung der Stadt Rinteln. Eine aufgeweichte Fahrbahn meldeten gestern Autofahrer auch an der Dauestraße vor der Agentur für Arbeit. Die Reifen seien regelrecht "festgeklebt" gewesen. Das liege daran, schilderte Leppin, dass bei provisorischen Flickstellen nach Frostschäden im Winter die Straße an diesen Stellen mit Bitumen regelrecht "vollgesogen" sei, der bei der Hitze wieder weich werde. Diese Stellen - auch in anderen Straßen - würden jetzt vom Bauhof mit Sand bestreut.

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