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"Haus des Kindes" verabschiedet Werner Grolm

33 Jahre lang Experte für praktische Lösungen

Bückeburg (bus). Im "Haus des Kindes" (HdK) ist Werner Grolm verabschiedet worden. Der Krankengymnast stand 33 Jahre lang im Dienst des Paritätischen Schaumburg. In dieser Zeit habe Grolm sich auf vielen Feldern als Pionier hervorgetan, lobten die Festredner Harald Fischer vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Hannover und HdK-Leiter Ulrich Harste. Der zukünftige Ruheständler nannte einen auf den ersten Blick etwas verwunderlichen Grund für sein erfolgreiches Wirken: "Ich wollte nicht den ganzen Tag lang ein Brett vor dem Kopf haben."

Zum Abschied gibt es für Werner Grolm außer anerkennenden Worten

Mit dem "Brett vor dem Kopf" meinte Grolm die Arbeitsplattform des Technischen Zeichners. Diesen Beruf hatte der 1944 im Kalletal Geborene zunächst ergriffen. Im Anschluss an den Dienst bei der Bundeswehr entschloss er sich zum Wechsel ins Therapiefach und besuchte von 1968 bis 1971 eine Krankengymnastik-Schule in Berlin. Die Anstellung beim Paritätischen erfolgte im April 1973 zunächst als mobiler Krankengymnast. Im November 1973 kamer in den Vorläuferkindergarten des derzeitigen HdK in Rinteln, mit dem er im August 1976 nach Bückeburg umzog. Grolm habe die Arbeit des sonderpädagogischen Kindergartens in ganz besonderer Art und Weise geprägt, hieß es in den Abschiedsreden. "Werner war der unumstrittene Experte für einfache und praktische Lösungen sowie für unkomplizierte Antworten." Zum Lebewohl gab's außer Lob und Anerkennung jede Menge Aufmerksamkeiten und Geschenke. Allerdings keine Urkunden oder Medaillen. "Unsere Ehrenzeichen hat er schon alle", erläuterte Fischer diesen Umstand. Grolm gab während der Feierstunde, an der zahlreiche Weggefährten und früher von ihm betreute Schützlinge teilnahmen, zu verstehen, dass er im Ruhestand keineswegs die Beine in den Schoß legen werde. Die Hobbys Reiterei, Bienenzucht und Jägerei böten reichlich Abwechslung. Darüber hinaus stehe er der Einrichtung, wenn es denn gewünscht werde, auch in Zukunft weiterhin beratend zur Seite. Harste machte darauf aufmerksam, dass Grolm in den zurückliegenden fünf Jahren seiner Nachfolgerin Alexandra Weinreich einen nahtlosen und die Kontinuität bewahrenden Einstieg ermöglicht habe. Was er als größte Leistung des 62-Jährigen einstufte. "Ein geradezu perfekter Abgang", sagte der HdK-Leiter.

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