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40-köpfige Delegation aus Bad Münder reist zum Jubiläum

25 Jahre gelebte Partnerschaft

Bad Saarow. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen Bad Münder und Bad Saarow hat am Wochenende eine 40-köpfige Delegation vom Deister den kleinen, aber feinen Kurort im Osten Brandenburgs besucht. Die Gäste aus Bad Münder erlebten dabei ein ebenso abwechslungsreiches wie volles Programm.

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Die Städte-Partnerschaft habe sich bewährt. Dieses einmütige Fazit zogen sowohl Bürgermeister Hartmut Büttner als auch dessen brandenburgische Amtskollegin Anke Hirschmann bei der offiziellen Feierstunde in der Rotunde des „SaarowCentrum“. Nicht nur Büttner bekam hier ein Geschenk, sondern auch Robert Ascher. Der Ehrenstadtbrandmeister von Bad Münder gilt als unermüdlicher Motor der zweieinhalb Jahrzehnte währenden Partnerschaft. Während Büttner von Hirschmann mit einer Steingut-Pflanze und dem humorvollen Hinweis „Das Leben ist hart“ bedacht wurde, konnte sich Ascher über eine große Flasche selbst gebrauten Bieres freuen.

Zu Fuß ging es nach dem Empfang weiter ins nahe Scharwenka-Kulturforum, wo es zum Treffen mit Hirschmanns Amtsvorgängerin Gerlinde Stobrawa kam. Das ehemalige Stadtoberhaupt – inzwischen Rentnerin – engagiert sich ehrenamtlich in der Veranstaltungsstätte, die nicht nur einen imposanten Konzertsaal, sondern auch ein dem Komponisten Xaver Scharwenka gewidmetes Museum beherbergt. Am ersten gemeinsamen Abend gab es auch ein Wiedersehen mit Jörg Rolle, der die Partnerschaft mit Bad Münder 1990 als erstes frei gewähltes Stadtoberhaupt von Bad Saarow-Pieskow in die Wege geleitet hatte.

An diese Anfangszeiten konnte sich der mitreisende Helmut Steinwedel noch lebhaft erinnern. „Ich habe das hier gerne mit vorangetrieben. Wir waren oft hier und pflegen bis heute gute Kontakte nach Bad Saarow“, so der frühere Ratsherr. „Der Ort hat sich wirklich toll entwickelt“, ergänzte Heinrich Dreyer, der zu Beginn der 1990er-Jahre im Kurort arbeitete und ebenfalls den Aufbau der Partnerschaft forcierte. Damals halfen die Münderaner sogar in der Verwaltung mit aus.

Der bei Touristen ausgesprochen beliebte Kurort im Brandenburgischen hat sich seit der Wiedervereinigung herausgeputzt. So bestaunten die Teilnehmer der Jubiläumsdelegation die zahlreichen Hotels und aufwendig sanierten Häuser im Ortszentrum. Zu den Attraktionen gehören auch der zauberhaft gestaltete Märchenwald im Ortsteil Pieskow und eine Ganzjahresrodelbahn im benachbarten Petersdorf. Zu beiden Zielen wurden Abstecher unternommen.

Bei einer Führung durch den historischen Ortskern erfuhren die Gäste aus Niedersachsen Spannendes aus der Geschichte Bad Saarows – und auch, welche Prominenz hier bereits residierte. Zu den weiteren Höhepunkten des Besuchs gehörte die Teilnahme an der Veranstaltung „Flammender Scharmützelsee“ mit Feuerwerk und Schützenfest-Charakter.

Nicht zuletzt aufgrund Aschers langjähriger Verbindungen als Brandmeister war die Delegation bereits am ersten Abend im Feuerwehrhaus empfangen worden. Sichtlich stolz präsentierten die Saarower Brandschützer dort Fahrzeuge und Gerätschaften.

Am gestrigen Sonntag ging es zunächst an den südlichen Zipfel des Scharmützelsees. In Wendisch-Rietz wurde der neue Freizeit- und Ferienpark besichtigt, anschließend folgte eine zweistündige Rundfahrt auf dem See – dann hieß es Abschied nehmen. Allerdings nur für eine Woche, denn dann kommt es in Bad Münder bereits zum Gegenbesuch.

Gestern Abend traf die Gruppe aus dem Deister- Sünteltal wieder in der Heimat ein – nach einer staubedingten Zwangspause auf der Autobahn 2 bei Peine. Alle Teilnehmer zogen eine positive Bilanz. „Saarow ist wirklich schön“, lobte etwa Theresa Bosse, mit 23 Jahren jüngstes Mitglied im münderschen Stadtrat. Es war ihr erster Besuch in der Partnerstadt.

Dass man diese Partnerschaft weiterhin mit Leben füllen wolle, bekräftigte auch Bürgermeister Hartmut Büttner und verriet in diesem Zusammenhang, dass es „gerade dahingehend eine Vereinsgründung gibt“.

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