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Rücklage bis dahin abgeschmolzen – Defizit der Kreisabfallwirtschaft geringer als erwartet

2012 wird die Müllabfuhr wieder teurer

Bad Münder / Landkreis (HW). Das Positive vorweg: Die Bilanzzahlen der Kreisabfallwirtschaft (KAW) stimmen – trotz eines erwirtschafteten Defizits von knapp 790 000 Euro. Der Fehlbetrag ist allerdings niedriger ausgefallen, als ursprünglich angenommen, „was wiederum Auswirkung auf die Entwicklung der Gebührenrücklage und damit auf den Zeitpunkt der notwendigen Gebührenerhöhung hat“, wie KAW-Leiterin Sabine Thimm jetzt vor dem Werksausschuss des Landkreises Hameln-Pyrmont zu berichten wusste.

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Eine Gebührenerhöhung jedoch – das steht heute schon fest – wird in naher Zukunft unumgänglich sein. Spätestens im Jahr 2012 werden auch die Münderaner für die Entsorgung ihres Unrats und das Leeren der Mülltonnen tiefer in die Tasche greifen müssen als bisher. „Durch die Gebührenrücknahme zum 1. Januar 2007 und die Senkung der Bioabfallgebühren zum 1. Januar 2009 entstehen Defizite, die zur gewollten Abschmelzung der zweckgebundenen Rücklage führen. Diese Rücklage wird entsprechend den derzeitigen Berechnungen Mitte des Jahres 2012 abgebaut sein. Dementsprechend ist im Jahr 2012 eine Neukalkulation der Abfallgebühren vorzunehmen, um wieder ausgeglichene Betriebsergebnisse zu erzielen“, sagte Thimm. Entsprechend der Ankündigung der KAW-Chefin ist deshalb mit der politischen Diskussion um eine Erhöhung der Müllgebühren erst nach der Kommunalwahl am 11. September kommenden Jahres zu rechnen.

Zum jetzigen Zeitpunkt wollten sich die Ausschussmitglieder zu diesem Thema nicht einlassen. Sie genehmigten jeweils einstimmig den Finanzplan für die Jahre 2010 bis 2014 und den Wirtschaftsplan für 2011. Lediglich Vorsitzender Otto Deppmeyer (CDU) wagte einen Blick in die Zukunft der KAW: „Der Erlös der Wertstoffe läuft besser als bislang angenommen. Das wird uns bei der Gebührenkalkulation helfen.“

Müllabfuhr im Landkreis Hameln-Pyrmont: ein defizitäres Geschäft. Foto: st

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