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2,5 Millionen Euro für Straßenbau und Hochwasserschutz

2009 wird komplett saniert

Borstel (la). "Wir verlegen in Borstel nicht einfach ein dickes Rohr, sondern planen die Komplettsanierung. Die Ortschaft wird ein neues Gesicht bekommen", sagte Bürgermeister Thomas Priemer während der Umwelt- und Bauausschusssitzung im Dorfgemeinschaftshaus Borstel. Sanierungsbeginn soll im Jahr 2009 sein.

"Ein neues Gesicht" kündigte Bürgermeister Priemer für die Ortsd

Hochwasser sei danach in Borstel kein Thema mehr; durch die neue Fahrbahn mit Rad-/Gehweg würde zudem die Verkehrs- und Schulwegsicherheit wesentlich verbessert, so Priemer. Er hofft, dass sich die Bürger aktiv an der Planung beteiligen. "So könnten im Rahmen des Straßenausbaus auch Hofeinfahrten verändert werden." Matthias Müller vom Ingenieurbüro Kirchner Engineering Consultants GmbH in Stadthagen stellte den Ausschussmitgliedern die vorläufigen Pläne für den Ausbau der Kreisstraßen 69 und 68 im Bereich Borstel vor. Der geplante Ausbau beginnt etwa 60 Meter nördlich vor der Auebrücke, umfasst den Bereich der Borsteler Straße sowie das Osterfeld und endet etwa 20 Meter hinter dem Grundstück Osterfeld 18. Der Rad-/Gehweg soll im Bereich des vorhandenen Gehweges, das heißt an der Borsteler Straße auf der Ost- beziehungsweise Nordseite und im Osterfeld an der Südseite, dort mit Anschluss an den Gehweg zum Friedhof, sowie bis zum Ausbauende im Schaumburger Weg auf der Ostseite verlegt werden. Vor der Auebrücke, auf Höhe des Grundstücks Bredemeier, und im Einmündungsbereich Borsteler Straße/Osterfeld, sind Verkehrsinseln geplant, die als Überquerungshilfen gedacht sind und außerdem für eine Temporeduzierung sorgen sollen. Die Fahrbahn soll eine Breite von 5,50 Metern bekommen, zuzüglich Gosse. Der Rad-/Gehweg soll 2,75 Meter breit werden. Aufgrund von Platzproblemen wird es in einigen Bereichen zu einer Verringerung der Breite kommen. Die Bushaltestelle im Kreuzungsbereich Osterfeld soll verlegt werden. "Das ist ohnehin eine der gefährlichsten Schulbushaltestellen in unserer Gemeinde", stellte Priemer fest. Auch der im Rahmen der Schulwegsicherung "Gelbe Füße" angelegte Gehweg von der Straße "Zur Paschenburg" bis zur Einmündung "Dorfgemeinschaftshaus" wird wegen der Aufweitung der Kurve verlegt, und zwar um zwei Meter in Richtung Süden. Auf zwei Millionen Euro bezifferte Müller den Ausbau. Die Kosten werden von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, übernommen. Die Gemeinde Auetal muss sich daran nicht beteiligen. Im Rahmen des Straßenausbaus soll auch die Regenwasserkanalisation erneuert werden. Eine Videokontrolle hat ergeben, dass einige Rohre nicht mehr zu erhalten sind. Zwei Varianten wurden dem Umwelt- und Bauausschuss vorgelegt. Bei der Variante 1 ist geplant, das gesamte, anfallende Oberflächenwasser der Außengebiete durch einen neuen Regenwasserkanal in der Borsteler Straße in die Aue abzuleiten. Dazu müssten 1,20 Meter dicke Rohre verlegt werden. In der Variante 2 würde ein Teil des anfallenden Oberflächenwassers der Außengebiete über einen neuen, 600 Meter langen Graben, der westlich der Bebauung angelegt werden soll, in die Aue abgeleitet. Das restliche Oberflächenwasser würde über ein 90 Zentimeter starkes Rohr, das ebenfalls, wie in Variante 1 in der Fahrbahn verlegt wird, abgeleitet. Mit der Realisierung der Variante 2 würde ein erheblicher zusätzlicher Schutz der Anlieger an der Borsteler Straße erreicht. Allerdings würde für den zu erstellenden Graben auch Grunderwerb erforderlich. "Und der Graben muss unterhalten werden. Wir bekommen also entsprechend hohe Folgekosten", gab Priemer zu bedenken. Rolf Wittmann sah in beiden Varianten keine zufriedenstellende Lösung. "Wir verlagern das Problem nur, denn die Aue kann das ganze Wasser bei Starkregen nicht aufnehmen. Egal, ob es aus einem Rohr oder aus einem Rohr und einem Graben kommt", sagte Wittmann und forderte eine Retentionsfläche und einen gedrosselten Ablauf. Die Kosten für Variante 1 belaufen sich auf etwa 405 000 Euro. Variante 2 würde rund 380 000 Euro, zuzüglich des Grunderwerbs, kosten. Der Landkreis Schaumburg würde sich an der Maßnahme mit etwa 85 000 Euro beteiligen.

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