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Gewerkschaftsbund lehnt verkaufsoffenen Sonntag weiterhin ab

1.-Mai-Streit zwischen DGB und WV geht in die nächste Runde

Bad Münder (jhr). DGB-Ortsverband und Wirtschaftsvereinigung sind offenbar von einer Verständigung im Streit um die geplante Geschäftsöffnung am 1. Mai noch entfernt.


Nachdem die WV-Vorsitzende Ende vergangener Woche darauf verwiesen hatte, dass der „verkaufsoffene Sonntag“ am 1. Mai genutzt werden soll, um möglichst viel spendendes Publikum für einen vom DRK organisierten Tag für Not leidende Kinder in die Stadt zu ziehen, reagiert DGB-Ortsverbandschef Axel Berndt mit „Verwunderung und Verärgerung“ auf das Schreiben Wittes. Sein Kommentar: „Thema verfehlt. Setzen. Sechs.“ Witte habe das Anliegen des DGB, die Ge-schäfte am Tag der Arbeit in Bad Münder geschlossen zu halten und die dazu dargelegten Hintergründe „scheinbar in keinster Weise verstanden“. Die WV-Vorsitzende habe auf die „soziale Verantwortung gegenüber benachteiligten Kindern“ und das „soziale Engagement“, das die Händlerschaft von Bad Münder mit ihrem verkaufsoffenen Sonntag unterstütze, verwiesen. „Die Idee des DRK, einen Tag für die Kinder von Bad Münder zu veranstalten und die daraus gewonnenen Einnahmen benachteiligten Familien mit Kindern in Bad Münder zur Verfügung zu stellen, ist außer Frage eine sehr gute und findet unsere vollste Unterstützung“, erklärt Berndt. Allerdings lehne der DGB es ab, dass zu diesem Anlass auch die Geschäfte am Tag der Arbeit geöffnet werden. „Absolut unnötig“, so Berndt. Gestern bot er der WV-Vorsitzenden ein „klärendes Gespräch“ an, machte aber auch deutlich, dass er „polemische Aussagen“ wie den Verweis Wittes („Wir schließen die Stadt und schicken die Gäste und Kunden gleich nach Springe. Dort können sie dann durch die Innenstadt bummeln und der DGB-Veranstaltung zuhören“) für unangebracht und „wenig hilfreich in der Sache“ halte – zumal dort keine DGB-Veranstaltung stattfinde. An der Forderung, am 1. Mai in Bad Münder keinen verkaufsoffenen Sonntag durchzuführen, hält der DGB fest.

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