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Tschernobyl-Helfer bereiten Reise nach Weißrussland vor / Geld für Auschwitz-Überlebende und krebskranke Kinder

1600 Kilometer im Kleinbus - und Bares im Gepäck

Eilsen. Noch sind die Mitarbeiter und Gastfamilien der Bad Eilser Tschernobylhilfe mit der Betreuung ihrer kleinen Gäste aus dem Patendorf Swonez im Norden von Tschernobyl beschäftigt (wir berichteten), da laufen gleichzeitig schon die Vorbereitungen einer Delegation der Schaumburger für eine Besuchsfahrt nach Weißrussland.

Sieben Teilnehmer, darunter auch der Helpser Bürgermeister Adolf Neitsch, beraten zur Zeit die möglichen, diesjährigen Hilfsprojekte der Bad Eilser in Weißrussland. Zunächst einmal wird die beschwerliche, 1600 Kilometer lange Reise im Kleinbus nach Minsk führen. Dort können sich dann die drei vorsitzenden Damen der Selbsthilfeorganisationen von Auschwitz-Überlebenden, ehemaligen KZ-Häftlingen und der Zwangsarbeit im NS-Deutschland entkommenen alten Menschen über eine finanzielle Unterstützung für verarmte und erkrankte Mitglieder freuen. Die Geschichtswerkstatt der Bückeburger Herderschule hatte mit ihrem Programm wider das Vergessen anlässlich der Erinnerung an den Todesmarsch der Gestapo-Häftlinge aus dem so genannten Arbeitserziehungslager Lahde nach Hannover Spendengelder eingenommen und davon 1000 Euro für die Hilfe in Minsk bestimmt. Diesen Betrag möchten die Bad Eilser gern noch aufstocken und erbitten daher noch weitere Spenden auf ihr Hilfskonto mit dem Vermerk "Minsk". Die Selbsthilfegruppe "Hoffnung für die Kinder in Not" aus Gomel, die Familien mit krebskranken Kindern betreut, wird auch von der Bad Eilser Reisegruppe besucht werden und mit finanzieller Hilfe unterstützt. 14 Patenkinder dieser Gruppierung aus Gomel werden bereits von Bad Eilsen aus gefördert. Weitere Patenschaften würden die Bad Eilser gern vermitteln. Diese Patenschaften sind schon für 100 Euro im Jahr möglich. Schließlich werden die sieben Teilnehmer natürlich auch ihr Patendorf Swonez in der verstrahlten Region Weißrusslands besuchen. Dort werden Spendengelder für 31 Menschen mit besonderen Problemen und großer Armut deponiert werden, die dann durch ein Dorf-Gremium zu festgesetzten Anlässen verteilt werden. Die Fahrt von Freitag, 3., bis Sonntag, 12. August, wird für die Eilser Helfer zwar sehr anstrengend werden, aber, wie die Erfahrung der Vergangenheit zeigte: alle eingesetzte Liebe, Zeit und Energie wird ganz sicher zurückkommen und den Teilnehmern und den Spendern bleibende Erinnerungen bescheren. Spenden können für diese Hilfsprogramme auf das Konto 341 847 655 bei der Sparkasse Schaumburg der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Eilsen, Stichwort "Swonez", eingezahlt werden.

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