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„Velo-Challenge“-Tour führt durch Bad Münder / Begeisterter Applaus am Streckenrand

1300 Radler rasen durch die Kurstadt

Bad Münder (bdi/gho). Als sie die Stadtgrenze erreichten, hatten sie schon über 50 Kilometer absolviert. Eine Stunde und 17 Minuten brauchten die schnellsten unter ihnen von Hannover bis Bad Münder. Mit einem Schnitt von über 40 Stundenkilometern rasten die Teilnehmer der „Velo-Challenge“-Tour gestern durch die Kurstadt.

Trotz schweißtreibender Temperaturen sausten etwa 1300 Radler ge

Auf dem Streckenabschnitt zwischen Dörpe und Nienstedt sorgten 108 Feuerwehrleute zusammen mit 28 Polizisten für eine reibungslose Durchfahrt. Einsatzleiter Jürgen Kanngießer sprach von rund 1 300 Radlern – ein Riesenpulk, aber dennoch 700 weniger als erwartet.

Trotz vorheriger Ankündigung schienen einige Anwohner von den zeitweisen Straßensperrungen überrascht zu sein. Von 10 bis 12.30 Uhr blieben viele Strecken für den Autoverkehr dicht, um das durchfahrende Feld nicht zu behindern. In Bad Münder wurden dafür Straßen im Südfeld bis zum Ortsausgang Richtung Hamelspringe gesperrt, über Beber, Bakede und Messenkamp ging es dann hoch bis nach Nienstedt. Gemütlichkeit war fehl am Platz: Wer das Mindesttempo von 24 Kilometern pro Stunde nicht halten konnte, wurde vom „Besenwagen“ eingesammelt, der dem Fahrerfeld hinterherfuhr.

Ob des guten Wetters wurden die Radler von vielen Schaulustigen mit Begeisterung empfangen. „Die haben ja ein ganz schönes Tempo drauf“, hieß es da immer wieder anerkennend. Auch viele Kinder feuerten die Amateure an, hin und wieder kamen die von der Fußball-WM bekannten „Vuvuzelas“ zum Einsatz. Und der Beifall kam an: Wer die Zeit hatte, applaudierte vom Rad aus zurück, winkte oder ließ sich im Vorbeifahren „abklatschen“.

Glück im Unglück hatte Günter Wulfert aus Hannover. Gut einen Kilometer vor Hachmühlen riss die Kette seines Rades, sodass er schieben musste. Eigentlich das Aus. Doch Ortsbrandmeister Heinz-Jürgen Klapper, der im Kreuzungsbereich gerade den Verkehr regelte, rief hilfsbereit über Funk seinen Kameraden Simon Grabowski. Der gelernte Zweiradmechaniker spurtete mit Werkzeugkiste und Fachwissen herbei und machte das Rad binnen 15 Minuten wieder flott. Wulfert konnte danach unter dem Beifall der Zuschauer seine Fahrt fortsetzen.

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