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HF Springe kommen in Naumburg nicht über ein 29:29 hinaus und denken über Einspruch nach

Zwei-Tore-Vorsprung schmilzt in Schlussminute

Handball (jab). Den Start ins neue Jahr hatten die HF Springe sich anders vorgestellt. Im Aufsteigerduell der Regionalliga bei Schlusslicht HSV Naumburg-Stößen kamen die Springer über ein 29:29 (10:14) nicht hinaus. Dabei hatte Spielertrainer Sven Lakenmacher erst 61 Sekunden vor Schluss das 29:27 für die Gäste erzielt, die den Vorsprung in Unterzahl jedoch nicht über die Zeit brachten und fünf Sekunden vor dem Ende den Ausgleich durch Marcel Kilz kassierten.

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Ausgleich fällt erst fünf Sekunden vor Schluss

Die erste Halbzeit lief für die Springer noch nach Plan. Trotz viereinhalbstündiger Anfahrt und einem frenetischen Heimpublikum in der Naumburger Halle führten sie zur Pause mit vier Toren. „Nur zehn Gegentore – in der Abwehr haben wir nicht viel falsch gemacht“, so Manager Dennis Melching. Im Angriff hakte es jedoch ein wenig, so verwarfen Lakenmacher zwei und Fabian Hinz einen Siebenmeter.

In der zweiten Halbzeit sah es anders aus. Ohne ersichtlichen Grund ließen die Gäste nach, Naumburg dagegen wurde immer stärker und kämpfte sich Tor um Tor heran. Beim 17:17 glichen sie erstmals aus, beim 24:23 gingen sie sogar erstmals in Führung. Dabei verließen sich die Gastgeber nicht auf ihren Torjäger Tobias Seyfarth, sondern verteilten die Verantwortung auf mehrere Schultern. Zudem hielt Torwart Sebastian Loske stark.

Die Rote Karte nach einem rüden Foul an Ants Benecke sah Florian Backhaus (42.). Das gleiche Schicksal hatte Naumburgs Abwehrchef Jochen Gotter schon in der 27. Minute ereilt, der Lakenmacher unfair gestoppt hatte. Springes angeschlagener Abwehrchef Slava Gorpishin saß die meiste Zeit auf der Bank. Lakenmacher brachte ihn erst in der letzten Viertelstunde – den Sieg konnte aber auch er nicht mehr retten.

Die HF haben sich durch einen entsprechenden Eintrag im Spielformular die Möglichkeit auf einen Einspruch gegen die Spielwertung offengehalten. Der Grund: Nach einem Wechselfehler kurz vor Schluss kassierten die Springer nicht nur eine Zwei-Minuten-Strafe, sondern auch einen Siebenmeter. Der ist laut Regelwerk fällig, wenn durch den falschen Wechsel eine klare Torchance vereitelt wird. Das sahen die Springer jedoch nicht so. Ob sie den Einspruch tatsächlich einlegen, ist jedoch offen. HF-Spielwart Jürgen Schild, in Naumburg selber nicht dabei, ist skeptisch: „Das sind Tatsachenentscheidungen. Nach meiner Erfahrungen werden mehr als 50 Prozent solcher Einsprüche abgelehnt.“

HF Springe: Stange (ab 51. König) – Djuric (10), Deutsch (8), Lakenmacher (4/3), Wood (3/1), Müller (2) Hinz (1), Melching (1), Bätjer, Backhaus, Gorpishin, Kanngießer (n. e.).

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