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HF Springe verteidigen mit glanzlosem 29:21-Erfolg gegen Bad Doberan die Tabellenführung

Zur Not macht auch Hausmannskost satt

Handball. Es war kein Leckerbissen, den die HF Springe in ihrem vorletzten Heimspiel gegen den Bad Doberaner SV den knapp 400 Fans in der Halle des Schulzentrums Süd vorsetzten. Aber Hausmannskost macht schließlich auch satt – mit dem ungefährdeten 29:21 (16:9)-Erfolg verteidigten die Springer die Tabellenführung in der 3. Liga Nord. Den Gästen dagegen liegt die Niederlage schwer im Magen – denn damit ist der Abstieg schon fünf Spieltage vor Saisonende besiegelt.

Die HF-Abwehr um Slava Gorpishin (r., hier gegen Mathias Jahn) stand bombensicher.

Autor:

Jan-Erik Bertram

Die rechte Angriffsseite der Springer machte den Unterschied. Claus Karpstein, dem seine Ellbogenverletzung, die ihn bis zum Tarp-Spiel am Vorwochenende einen Monat lang außer Gefecht gesetzt hatte, nicht mehr anzumerken war, und Thomas Bergmann erzielten zusammen mehr als die Hälfte der Springer Tore – und dabei ließ Bergmann noch etliche klare Chancen ungenutzt (siehe „Am Rande“). Damit war er allerdings nicht der einzige. Von insgesamt 65 Springer Angriffen führten nur 29 zum Tor, „da lag einiges im Argen“, so HF-Spielertrainer Sven Lakenmacher, der selbst nicht ins Geschehen eingriff. Den Part von Mittelmann Jannis Fauteck, der für die TSV Burgdorf im Bundesliga-Einsatz war, übernahmen Niklas Hermann und Milan Djuric.

Während im HF-Angriff viel Sand im Getriebe war, stand die Abwehr vor allem vor der Pause bombensicher. Zudem hatte Torwart Andreas Stange wieder einen starken Tag, wobei es ihm die Gäste mit vielen unplatzierte Würfen auch leicht machten. „Teilweise haben wir wie das Kaninchen vor der Schlange gespielt“, so Doberans Trainer Stefan Kultermann.

Nach der Pause war auch die Springer Defensive nicht mehr so sattelfest, auch, weil Lakenmacher im Gefühl des sicheren Sieges jetzt durchwechselte – denn schon in der 41. Minute führten die Gastgeber mit elf Toren Vorsprung (23:12). „Meine Mannschaft hat Bad Doberan nicht unterschätzt“, lobte Lakenmacher. Man habe aber auch gesehen, „dass nach der Niederlage in Tarp die Lockerheit gefehlt hat“.

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HF Springe: Stange, Volgmann (n. e.) – Karpstein (10), Bergmann (7/2), Hinz (4/3), Habbe (3), N. Hermann (2), Gorpishin (2), Deutsch (1), Bischoff, Djuric, Lakenmacher (n. e.).

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