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TuSpo-Trainer Charly Janzen über das Handballteam, die Veränderungen und die mittelfristigen Ziele

„Wollen mit Fußsohlen auf dem Boden bleiben“

Handball. Die Handballer der TuSpo Bad Münder haben in der WSL-Liga derzeit einen Lauf und belegen nach sieben Begegnungen mit 8:6 Punkten den vierten Tabellenplatz – eine Erfolgsbilanz, wie sie so im vergangenen Spieljahr nicht einmal zu Buche gestanden hatte. Über die Veränderungen bei den Badestädtern, das Erfolgsgeheimnis und die weiteren Ziel sprach NDZ-Mitarbeiter Dieter Gömann mit Trainer Charly Janzen.

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Herr Janzen, Ihre Mannschaft hat momentan einen Lauf. Vier Spiele – vier Siege. Wie kam es zu dieser Erfolgsstory?

Das neue Konzept, das ich zusammen mit C-Trainer Wolfgang Kanngießer entwickelt habe, trägt so langsam seine Früchte.

Was für ein Konzept verfolgen Sie?

Wir setzen auf die altersmäßig aus der A-Jugend in den Herrenbereich gewechselten jungen Spieler, die systematisch in die Herrenmannschaft integriert werden sollen.

Und was läuft im Gegensatz zum vergangenen Spieljahr anders?

Nach dem mit Mühe errungenen Klassenerhalt haben wir den großen Schnitt gemacht und setzen auf die jungen Spieler. Außerdem haben wir den Trainingsumfang und die -intensität erhöht und obendrein in den Ferien trainiert.

Und wie steht es um die Trainingsinhalte?

Die haben wir so gestaltet und konzipiert, dass jeder Spieler mindestens zwei Positionen einstudieren und spielen muss, und bei Verletzungen oder Verhinderungen die jeweilige Position einnehmen kann.

Sie sprechen von „wir“. Wer ist gemeint?

Es handelt sich um Wolfgang Kanngießer. Wir beide bilden das verantwortliche Trainer- duo für die Mannschaft, und das klappt hervorragend.

Sie starteten mit 0:6 Punkten in die Saison.

Das war nicht anders zu erwarten. Die Mannschaft musste sich erst finden, denn jung und alt liefen in dieser Formation erstmals zu den Punktspielen auf. Inzwischen haben alle Spieler ihre Positionen gefunden, und das Verständnis untereinander ist sehr gewachsen.

Mit Ihrer Mannschaft belegen Sie momentan den vierten Tabellenplatz. Schielen Sie weiter nach oben?

Die beiden nächsten anstehenden Punktspiele gegen den Ersten und Zweiten werden zeigen, wo wir wirklich stehen. Die Euphorie in der Mannschaft ist groß, aber dennoch zählt jeder Punkt, den wir erringen, für den Klassenerhalt.

Aber vier Siege in Folge lassen doch mehr erwarten?

Die Siege haben uns einen große Schritt nach vorne gebracht. Der jetzige Tabellenplatz ist eine Momentaufnahme – nicht mehr und nicht weniger. Unser Nahziel ist eindeutig der Klassenerhalt. Wir wollen mit den Fußsohlen auf dem Boden bleiben.

Und was schwebt Trainer Janzen als Fernziel vor?

Ziel ist es, in ein bis zwei Jahren wieder in die WSL-Oberliga aufzusteigen, wo wir letztmals vor fünf Jahren gespielt haben.

Worauf führen Sie den sportlichen Erfolg zurück?

Der Erfolg basiert darauf, dass wir um die erfahrenen Spieler wie Gunnar Meier, Jens Voges, Steffen Kanngießer und Björn Priesett die jüngeren Spieler eingebaut haben.

NACHSCHUSS

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