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Neu gegründete Fußball-Sportvereinigung Bad Münder will die Nummer 1 in der Badestadt werden

„Wir werden einschlagen wie eine Atombombe“

Fußball (jab). An Selbstbewusstsein mangelt es Jens König nicht: „Wir werden einschlagen wie eine Atombombe“, sagt der Münderaner. Mit einigen Freunden und Bekannten hat er gerade die Fußball-Sportvereinigung Bad Münder gegründet, von der kommenden Saison an nimmt die FSV am Spielbetrieb teil. Sie beginnt in der 2. Kreisklasse Hameln-Pyrmont, dort spielt sie aber, davon ist König überzeugt, maximal ein Jahr: „Wir steigen auf, ohne Wenn und Aber“, sagt er.

Haben mit der FSV Bad Münder viel vor: Vorsitzender Jens König,

Eine kleine Einschränkung macht er aber doch: „Ich muss es hinkriegen, dass die Spieler miteinander arbeiten und nicht gegeneinander.“ Die Akteure der FSV haben nicht den besten Ruf. Entstanden ist der Klub aus einer erfolgreichen Hobby-Kleinfeldmannschaft. Die trat unter anderem im vergangenen Winter beim Hallenturnier des SC Alferde an, waren prompt in eine Rangelei verwickelt und wurden vom Turnier des FC Bennigsen eine Woche später wieder ausgeladen.

König und seine Mitstreiter wissen um die Vorbehalte, wollen beweisen, dass sie es mit ihrem Verein ernst meinen. Auch, um mittelfristig einen Rasenplatz zur Verfügung zu haben. Bislang trainieren sie montags und freitags auf dem Aschenplatz am Anger, die Kabinen und sanitären Einrichtungen in der Turnhalle der Hauptschule dürfen sie nicht nutzen, weil die anderweitig belegt sind. „Das ist unsere einzige Baustelle“, sagt König. „Wir waren zu spät dran“, ergänzt Kassenwart Florian Höppner.

Die Meldung an den Verband ist längst erledigt, Trikots und Trainingsanzüge sind schon da. 18 Spieler umfasst derzeit der Kader, darunter bekannte Namen wie Marcel Loch, Daniel Gottschalk (TuSpo Bad Münder) und Maslum Mussa (VfB Eimbeckhausen). Höppner ist sicher, dass es spätestens in der Winterpause einige mehr werden: „Wenn es sportlich erstmal klappt, ist es ein Selbstläufer“, sagt er. Die FSVer haben keine Zweifel, dass es laufen wird – und stecken sich ehrgeizige Ziele: „Wir wollen in den kommenden Jahren das fußballerische Aushängeschild in der Stadt Bad Münder werden“, sagt König, der die Mannschaft vorerst trainiert. Eigentlich wollte er einen Coach, „der richtig Ahnung hat“, sagt er, „aber ich glaube, ich bin der einzige, der weiß, wie man die Jungs unter Kontrolle hat.“

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