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Nordhorns Trainer Heiner Bültmann im Interview

„Wir sind nicht so breit aufgestellt wie Springe“

Handball (jab). 2008 wären die HF Springe beinahe aus der Oberliga abgestiegen. Damals feierte die HSG Nordhorn ihren größten Erfolg: den Gewinn des EHF-Pokals. Ein Jahr später schafften es die Emsländer noch ins Finale des Europapokals. Dann folgte der Absturz: Insolvenz, Zwangsabstieg in die 2. Liga. Mit den HF dagegen ging es stetig bergauf – wenn die HSG am kommenden Mittwoch, 20 Uhr, beim Spitzenreiter der 3. Liga Nord gastiert, treffen zwei Teams aufeinander, die fast auf Augenhöhe liegen. Das findet auch Nordhorns Trainer Heiner Bültmann.

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Wer ist Favorit am Mittwoch?

Wir sind natürlich das klassenhöhere Team und wollen gewinnen. Aber es wird ausgeglichen. Springe ist stark, mit dem Kader sind sie eigentlich kein Drittligist, fast alle Spieler haben Zweit- und Erstliga-Erfahrung.

Sie haben sich mit den HF also schon befasst?

Ja, allerdings eher aus Zufall. Ich habe mir ihre Partie gegen Minden als Vorbereitung auf unser Punktspiel gegen Minden angesehen.

Wie zufrieden sind Sie mit der bisherigen Saison?

Ganz zufrieden ist man ja nie. Mit 7:7 Punkten stehen wir ganz gut da, auch wenn wir natürlich ein, zwei Punkte mehr hätten holen können.

Der Umbruch nach dem Zwangsabstieg war radikal. Dennoch haben Sie in der letzten Saison den vierten Platz in der 2. Liga Nord belegt.

Nach der Insolvenz ist der komplette Kader gegangen, nach der vergangenen Saison der gesamte Rückraum. Von daher sind wir bislang zufrieden. Es sind große Aufgaben, aber wir sind auf dem richtigen Weg.

Hat die Insolvenz auch viele Fans gekostet?

Die Halle ist natürlich nicht mehr so voll wie zu Erstliga-Zeiten. Aber Handball wird in der Region nach wie vor angenommen. Wir sind etabliert.

Ist der Verein denn jetzt finanziell gesund?

Voraussetzung dafür, dass es weitergeht, war, dass seriös gewirtschaftet wird. Wir geben nicht mehr aus, als wir haben. Das sieht man auch am Kader. Uns fehlt eigentlich ein gelernter Rückraum-Linker. Das sind die Kompromisse, die wir eingehen müssen. Unser Kader ist nicht so breit aufgestellt wie der von Springe.

Wie wichtig ist Ihnen der Pokal?

Der Fokus liegt natürlich auf den Punktspielen, es geht schließlich um die Qualifikation zur eingleisigen 2. Liga. Aber wir wollen so weit wie möglich kommen.

Auswärts hat die HSG in der Liga bisher keinen Punkt geholt, im Pokal aber zweimal gewonnen...

Das soll am Mittwoch auch so weiter gehen.

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