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HF-Coach Lakenmacher sieht auch gegen Emsdetten nur eine Chance, wenn die Gegenstöße sitzen

„Wir müssen uns hinten zerreißen“

Springe. Nächste Chance auf den ersten Sieg für die Handballfreunde Springe. Am heutigen Sonnabend (18 Uhr) empfängt die Mannschaft von Trainer Sven Lakenmacher in der Halle des Schulzentrums Süd den TV Emsdetten. Die Personalsituation ist nach wie vor angespannt.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Fabian Hinz und Pawel Pietak gaben am vorigen Wochenende in Rimpar ihre Saisondebüts – offenbar zu früh: „Im Training in der Woche vor dem Spiel ging es bei beiden“, sagt Lakenmacher, „danach hatten sie wieder Probleme – sie werden wohl nicht spielen können.“ Auch Nils Eichenberger ist noch verletzt. Bleibt Maximilian Kolditz als einziger etatmäßiger Außenspieler – Hendrik Pollex wird wohl auf Rechtsaußen für Pietak und Eichenberger einspringen. Maurice Herbold dürfte dafür nach seiner Schulterverletzung ins Team zurückkehren. Fehlen wird dagegen noch Torwart Robert Wetzel. Die HF sind auf der Suche nach Ersatz – mitten in der Saison ist es allerdings nicht so einfach, noch Verstärkungen zu finden, „und irgendeinen Torwart brauchen wir auch nicht“, so der Coach.

Der predigt auch vor dem Emsdetten-Spiel Kampfgeist und Geschlossenheit in der Abwehr, um über Gegenstöße die einfachen Tore zu machen. „Wir müssen uns hinten zerreißen. Anders geht’s nicht. Punkt“, sagt Lakenmacher. „Über ein schönes Spiel müssen wir nicht reden.“ Nur zwei bis drei Gegenstoßtore wie in den vergangenen Spielen seien zu wenig, „wir brauchen sechs bis sieben. Und wenn wir so die Zuschauer mitnehmen können, setzt das zusätzliche Kräfte frei“.

Die Einstellung zuletzt bei der 22:26-Niederlage beim DJK Rimpar Wölfe habe gestimmt – das zeigte sich unter anderem daran, dass die Springer nach der Pause binnen zehn Minuten einen Fünf-Tore-Rückstand aufholten. Was dann fehlte, war die Cleverness. „Wir hätten geduldiger auf die Chance warten müssen, um in Führung zu gehen, das wäre ein psychologischer Vorteil gewesen“, sagt Lakenmacher. Es sei aber klar, „dass nach vier Niederlagen in Serie die Spieler nicht vor Selbstvertrauen strotzen“.

In Emsdetten zeigten die Springer in der ersten Runde des DHB-Pokals ihre letzte richtig starke Leistung und zwangen damals den TVE, der in der Saison 2013/14 ein Jahr Erstliga-Luft schnupperte, in die Verlängerung. Ganz stark seinerzeit spielte der Emsdettener im Kader der HF, Maximilian Schüttemeyer, auf. Der zeigte auch zuletzt in Rimpar ansteigende Form und könnte im Angriff zu einem der entscheidende Spieler werden – an Motivation dürfte es gegen seinen Ex-Klub nicht mangeln.

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