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Nach Damen-Trainer Mark entlässt SCV auch Herren-Coach Heinz Helbig

Wie der Sohn, so der Vater

Völksen. Am Mittwoch fuhr Heinz Helbig seinen Sohn Mark zum Sportplatz in Völksen und wurde Zeuge, wie der als Trainer der SCV-Fußballerinnen entlassen wurde. Tags darauf hatte er ein Déjà-vu-Erlebnis – und wurde selbst als Trainer der ersten Herrenmannschaft beurlaubt. „Wir wollten nach drei Jahren neue Impulse setzen“, sagt André Kermbach aus dem Abteilungsvorstand.

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Helbig hatte den seinerzeit darniederliegenden SCV in der 2. Kreisklasse übernommen, konnte den Abstieg aber nicht mehr verhindern. Seit der vorigen Saison geht es aber wieder zart bergauf – der Kader wurde wieder größer, das Team wuchs mehr zusammen und schnupperte lange am Aufstieg. Der wurde vor dieser Serie als klares Ziel ausgegeben – Völksen holte aber nur vier Punkte aus den ersten vier Partien. „Vielleicht ist nach drei Jahren auch die Luft raus“, mutmaßt Kermbach. Vereinzelte Spieler seien aus Unzufriedenheit an den Vorstand herangetreten, sagt er, „aber nicht die Mehrheit. Menschlich hat es mit Heinz funktioniert, das hat man auch an den Gesichtern der Spieler gesehen, als wir am Donnerstag unsere Entscheidung mitgeteilt haben“, so Kermbach.

Die Entscheidung habe die Abteilungsleitung schon am Montag gemeinsam mit Kapitän Ümit Sengüner getroffen. Dass Helbig nun nur 24 Stunden nach seinem Sohn entlassen wurde, findet Kermbach selbst unglücklich, „da sind uns die Damen dazwischengefunkt, das war wirklich ein ganz blöder Zufall“. Zwei potenzielle Nachfolger seien in der engeren Auswahl, erste Gespräche sollen an diesem Wochenende geführt werden.

Helbig nimmt die Entscheidung hin: „So ist das Geschäft“, sagt er, wundert sich aber: „Auf mich ist nie ein unzufriedener Spieler zugekommen.“jab

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