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Wetzel rettet den HF immerhin einen Punkt

Das war zu wenig. Die Handballfreunde Springe haben mit dem 24:24 gegen die DJK Rimpar zwar ihren ersten Zähler in der Hamelner Rattenfängerhalle geholt. Weil die Konkurrenz im Keller aber punktete, ist der Rückstand auf das rettende Ufer wieder auf sechs Zähler angewachsen.


Springe/Hameln. Das war zu wenig. Die Handballfreunde Springe haben mit dem 24:24 (11:11) gegen die DJK Rimpar zwar ihren ersten Zähler in der Hamelner Rattenfängerhalle geholt. Weil die Konkurrenz im Keller aber punktete, ist der Rückstand des Schlusslichts auf das rettende Ufer wieder auf sechs Zähler angewachsen. Dass die Springer überhaupt etwas Zählbares mitnahmen – danach sah es bei einem Drei-Tore-Rückstand zweieinhalb Minuten vor Schluss nicht aus. Doch Fabian Hinz mit zwei Treffern und Tim Coors zehn Sekunden vor Schluss schafften noch den Ausgleich.

Deshalb sprach Trainer Slava Gorpishin auch von einem gewonnen Punkt – obwohl deutlich mehr drin war. Doch im Angriff lief gestern vor nur 630 Zuschauern nicht viel zusammen bei den HF. „Den Punkt hat ganz klar die Abwehr geholt“, sagte Gorpishin.

Überragende Mann war allerdings Torwart Robert Wetzel. Der hielt, was zu halten war, unter anderem drei Siebenmeter. Seine Vorderleute hatten schon in der ersten Halbzeit zehn Fehlversuche hingelegt und etliche technische Fehler produziert. Wetzel sorgte mit zwölf Paraden dafür, dass Rimpar nicht davon zog. Die Gäste spielten allerdings nicht viel besser. Sie warten seit nunmehr sieben Spielen auf einen Sieg und rutschen immer tiefer unten rein. Das sah man der Partie an: viel Kampf herrschte vor – und viel Krampf.

Springe kam besser aus der Kabine. Die Würfe saßen jetzt, in der 37. Minute lagen die HF mit drei Toren vorne (16:13). Ruhe brachten sie nicht in ihr Spiel. Bezeichnende Szene: Maximilian Schüttemeyer und Pawel Pietak werfen in der 41. Minute nacheinander in den Block, den zweiten Abpraller wirft Arek Bosy am Tor vorbei. Ebenfalls bezeichnend allerdings: Rimpars Gegenzug unterbindet Bosy mit einem beherzten Hechtsprung – das zeigt: Die Springer lassen sich nicht mehr hängen.

Das wurde vor allem in der Schlussphase deutlich: Als zweimal Hendrik Pollex und Pietak Riesenchancen ausließen, auf ein Tor zu verkürzen und Julian Bötsch schließlich das 24:21 für die Gäste erzielte, schien die Partie dreieinhalb Minuten vor Schluss gelaufen. Doch Springe kämpfte weiter – und hatte etwas Glück: Nach Hinz’ Siebenmetertreffer zum 22:24 landet Patrick Schmidts Heber auf der Torlatte. Im nächsten Angriff trifft Hinz erneut, diesmal von Außen. DJK-Coach Matthias Obinger nimmt eine Auszeit, doch den anschließenden Wurf von Stefan Schmitt pariert Wetzel. Jetzt nimmt Gorpishin das Timeout. Coors versucht, in die Lücke zu gehen, wird aber abgedrängt. Freiwurf, Schüttemeyer wird zu Boden gerissen. Wieder Freiwurf. Die Schiedsrichter haben den Arm oben, Coors steigt hoch – und trifft per Bodenwurf zum Ausgleich. Rimpar kriegt zwei Sekunden vor Schluss noch einen Freiwurf – der Versuch von Steffen Kaufmann bleibt aber im Block hängen. Der glückliche Punktgewinn steht fest.

Für Coors allerdings war es „eher ein Punktverlust. Im Abstiegskampf brauchen wir jeden Zähler.“

Schon am morgigen Sonntag (17 Uhr) geht es weiter in der 2. Liga. Die Springer gastieren dann beim TV Emsdetten – zum zweiten Mal in dieser Saison. In der Auftaktrunde des DHB-Pokals unterlag der Aufsteiger dort erst in der Verlängerung. Im Hinspiel der Punkterunde feierten die HF mit 27:22 ihren ersten Zweitliga-Sieg überhaupt. Gestern war der TVE von der Rolle und verlor mit 20 Toren Unterschied in Hagen.

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