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HF-Coach Sven Lakenmacher blickt positiv nach vorne

Wer zweifelt, verliert

Springe. Ein Trainer ist immer gleichzeitig auch Psychologe – mal mehr, mal weniger. Bei Sven Lakenmacher, Coach von Zweitliga-Austeiger Handballfreunde Springe, schlägt das Pendel derzeit eher in Richtung Psychologe aus. Denn das Handballspielen kann seine Mannschaft nach der starken Vorbereitung nicht verlernt haben. Dennoch steht sie mit 0:6 Punkten am Tabellenende. Und wie sie sich zuletzt beim 21:34 gegen Nordhorn in ihr Schicksal ergeben hat, gibt nicht nur Lakenmacher zu denken. „Wir brauchen Zeit, um in der Liga anzukommen“, sagt er vor dem Auswärtsspiel morgen (20 Uhr) beim DJK Rimpar Wölfe. „aber die Einstellung, die wir gegen Nordhorn an den Tag gelegt haben, ist nicht zu entschuldigen.“

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Es habe Gesprächsbedarf gegeben, so Lakenmacher, der nun das richtige Mittelmaß finden muss, um seiner Mannschaft den richtigen Kampfgeist wieder einzutrichtern, ohne sie weiter zu verunsichern. „Da musst du als Trainer positiv vorangehen“, sagt er, „wenn du anfängst zu zweifeln, hast du schon verloren.“ Das Problem bei der zunehmenden Verunsicherung im Team: „Jeder ist mit sich selbst beschäftigt. Das siehst du auf dem Spielfeld. Das bedingungslose Gemeinsame geht verloren“, so Lakenmacher. Dabei klingt die Lösung ganz einfach: „Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, das ist das Allerwichtigste.“ Das muss nicht mal unbedingt ein Sieg sein, „aber wenn der Gegner besser war, musst du wenigstens das Gefühl haben, 60 Minuten alles gegeben zu haben.“

Der psychische Zustand des Teams ist die eine Sache, der physische die andere: Torwart Robert Wetzel fällt mit einem Bänderriss im Knöchel mindestens drei Wochen aus – gut möglich, dass die Springer kurzfristig noch Ersatz verpflichten. Nils Eichenberger fehlt mit einer Handgelenksverletzung ebenfalls noch länger, auch Maurice Herbold, der sich gegen Nordhorn eine Schlüsselbeinprellung zugezogen hat, ist in Rimpar wohl nicht dabei. Lakenmacher hofft, dass die Außenspieler Fabian Hinz und Pawel Pietak wieder fit werden und das Tempospiel beleben. „Wir brauchen die einfachen Tore“, sagt der Coach, „wir sind in den ersten drei Spielen sechs oder sieben Gegenstöße gelaufen – die hatten wir in der letzten Saison in einem Spiel.“

Die Springer sind in Rimpar, das auch erst einen Punkt geholt hat, Außenseiter. „Aber wenn wir alles reinwerfen, haben wir eine Chance“, sagt Lakenmacher, „jedes Spiel fängt bei Null an.“

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