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Hannes Berger wollte als Spartenleiter aufhören und hat nun auf der Trainersuche alle Hände voll zu tun

Wer übernimmt das Himmelfahrtskommando?

Von Jan-Erik Bertram

Fußball. Hannes Berger hat viel zu tun. Als selbstständiger Elektromeister nimmt ihn sein Betrieb voll in Anspruch. Nicht nur der: Die Fußballabteilung des SC Völksen macht ihm fast noch mehr Arbeit. Den Abstieg aus der 1. Kreisklasse Hannover Land hat die erste Mannschaft zwar knapp vermieden – sich danach aber in alle Winde verstreut. Jetzt wird die Zweite, die bislang in der 4. Kreisklasse kickte, zur Ersten, und Berger steht vor der undankbaren Aufgabe, für dieses Himmelfahrtskommando einen Trainer finden zu müssen.

Versucht, den Fußball-Laden zusammenzuhalten beim SC Völksen: Ha

Von Jan-Erik Bertram

Fußball. Hannes Berger hat viel zu tun. Als selbstständiger Elektromeister nimmt ihn sein Betrieb voll in Anspruch. Nicht nur der: Die Fußballabteilung des SC Völksen macht ihm fast noch mehr Arbeit. Den Abstieg aus der 1. Kreisklasse Hannover Land hat die erste Mannschaft zwar knapp vermieden – sich danach aber in alle Winde verstreut. Jetzt wird die Zweite, die bislang in der 4. Kreisklasse kickte, zur Ersten, und Berger steht vor der undankbaren Aufgabe, für dieses Himmelfahrtskommando einen Trainer finden zu müssen.

Berger kann einem leidtun. Anfang des Jahres hatte er bereits angekündigt, dass er seinen Spartenleiter-Posten aus beruflichen Gründen am Ende der Saison abgibt. Gehört haben es alle im Verein – reagiert hat keiner. „Der Posten ist offiziell nicht besetzt“, sagt Berger. Aber solange sich niemand findet, macht er weiter: „Es wäre ein Unding, jetzt aufzuhören. Es geht schließlich um den Erhalt der Sparte.“

Aus dem Kader der ersten Mannschaft haben sich bis auf Sebastian Rath alle Spieler abgemeldet, aber auch Rath hat noch nicht für die kommende Serie zugesagt. Viele Spieler wohnen in Hannover, werden sich dort wohl Vereine suchen. Henning Ziersch geht nach Bennigsen, Sascha Jacob, Simon Huth und Melf Jörn nach Gestorf, so Berger. Momme Jörn will sein Glück wohl bei Landesligist Egestorf/Langreder versuchen.

In der zweiten Mannschaft gibt es einige, die das Zeug für die 1. Kreisklasse haben, aber mit dem bisherigen Coach Matthias Hey ihre Probleme hatten, auch André Kermbach, der vor zwei Jahren Trainer Oliver Unger zum TSV Nettelrede gefolgt war, kehrt zurück. Es wird wohl im dritten Jahr in Folge gegen den Abstieg gehen in Völksen.

Keine verlockende Perspektive für Trainer und potenzielle Zugänge. „Es wäre besser gewesen, abzusteigen“, soll Thomas Seker, ehemaliger Coach, der SG Bredenbeck gesagt haben, erzählt Berger. Seker war ein heißer Kandidat beim SCV, entschied sich aber für den SV Holtensen. Absagen handelte sich Berger auch von drei anderen Trainern ein. Heute Abend steht ein weiteres Gespräch an.

Am kommenden Sonntag hätte Völksen II als Vizemeister der 4. Kreisklasse eigentlich gegen den Zweiten der Parallelstaffel, Osterwald II, um den Aufstieg spielen sollen. Wegen der Abmeldung der Mannschaft steigt Osterwald nun ohne Spiel auf. Hätte Völksen den Rückzug der Zweiten frühzeitig offiziell gemacht, hätte möglicherweise die Bennigser Reserve in die Relegation nachrücken können, „wir haben aber nicht damit gerechnet, dass die Saison so katastrophal endet“, sagt Berger, der aber selbstkritisch zugibt: „Wir waren mit allem viel zu spät dran, das war unser größter Fehler.“

Er hat also weiterhin alle Hände voll zu tun in Völksen – übrigens nicht nur im Hintergrund: „Ich werde mich wohl auch selbst wieder ins Tor stellen.“

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