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SG Oldenburg/Sünteltal geht selbstbewusst in die Saison / Personalsorgen vor Saisonstart am Sonntag

„Wer Erster werden will, muss uns schlagen“

Rollstuhlbasketball (jab). Die Vorbereitung war optimal. Die Turniere in Wilhelmshaven und Köln gewann die SG Oldenburg/Sünteltal jeweils ungeschlagen. Doch ausgerechnet vor dem Saisonstart am kommenden Sonntag (14 Uhr) im münderschen Friederikenstift gegen den BBC Warendorf plagen Trainer Harald Fürup Personalsorgen. Alke Behrens und Alexander Roggelin fallen aus familiären Gründen definitiv aus, Niko Kavacis und Martin Kluck sind verletzt, ob sie spielen können, ist fraglich.

Der Ribéry der SG Oldenburg/Sünteltal: Martin Kluck droht beim S

Behrens hat in der vergangenen Saison, in der die SG die Vizemeisterschaft holte, pausiert, Roggelin kaum gespielt, Kavacis war noch gar nicht dabei. Wirklich schwer würde also vor allem der Ausfall von Kluck wiegen, der sich eine Schnittverletzung an der rechten Wurfhand zugezogen hat. „Er ist das Herz der Mannschaft. Was Ribéry für den FC Bayern, ist Martin für die SG“, sagt Fürup. „Seinen Ausfall müssen wir kompensieren – das macht eine gute Mannschaft aus.“ Martin Steinhardt könnte für Kluck einspringen. „Er ist von der Spielanlage her ein ganz anderer Typ, aber in der Offensive brandgefährlich“, sagt Fürup.

Der hat in der Vorbereitung vor allem an der Defensive gefeilt, lässt nun schon ab der Drei-Punkte-Linie verteidigen. Beim Turnier in Köln hat diese offensivere Deckungsvariante „wunderbar funktioniert“, so Fürup, der es jetzt auch in der Liga den Gegnern schwer machen will.

Im Gegensatz zur vergangenen Saison schauen die Sünteltaler nicht mehr nach unten. „Es wird eine schwere Saison“, sagt Fürup. Die HRB Essen etwa, in der vergangenen Saison neben Meister Jena der Hauptkonkurrent der SG im Titelkampf, habe sich gut verstärkt. Dagegen ist Kavacis der einzige Zugang bei der SG. „Uns fehlen die finanziellen Mittel, um uns weiter zu verstärken“, so Fürup. Der ist aber selbstbewusst genug, um zu behaupten: „Wer Erster werden will, muss uns schlagen.“

Warendorf gelang das beim Rückrundenauftakt der vergangenen Saison. Doch auch die Westfalen plagen Sorgen, so fällt Nationalspieler Jens Wibbelt – für Warendorf so wichtig wie Kluck für die SG – aus. Fürup ist also optimistisch für das erste Spiel am Sonntag. „Wenn das gut läuft, bin ich positiv gestimmt, dass es eine erfolgreiche Saison wird“, sagt der Coach.

Neben Essen, wo die SG schon am zweiten Spieltag antritt, hat Fürup auch Aufsteiger Bielefeld/Paderborn als Geheimfavorit auf dem Zettel: „Die haben viele erfahrene Haudegen in der Mannschaft.“ Die weiteren Gegner: RSC Osnabrück, RSG Langenhagen, Köln 99ers II, Emsland Rolli Baskets.

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