weather-image
17°

Wehmann und Trotz bilden das neue Trainergespann beim VfB

EIMBECKHAUSEN. Als die SG Eimbeckhausen/Nettelrede am Ende der Saison 2014/15 auseinanderging, ging es bergab mit dem VfB Eimbeckhausen in der Fußball-Kreisliga. Ein Grund: Trainer Michael Wehmann ging damals zum FC Eldagsen und nahm mit Dominik Trotz den wichtigsten Spieler mit. Zur neuen Saison kehren beide zurück.

Sie wollen den VfB Eimbeckhausen wieder „zur Nummer 1 in der Region machen“: Das künftige Trainerduo Michael Wehmann (r.) und Dominik Trotz (l.) mit Wilhelm Schwarz, dem Vorsitzenden des VfB-Fördervereins. Foto: Bertram
jan

Autor

Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Wehmann ist schon in dieser Saison wieder Spieler des VfB. Ab Juli steht er in Eimbeckhausen wieder an der Seitenlinie – und Trotz wird sein spielender Co-Trainer. Das gab der VfB jetzt bekannt.

Spartenleiter Peter Dahlschen und der Förderverein-Vorsitzende Wilhelm Schwarz hatten zunächst bei Wehmann und Trotz unabhängig voneinander locker angefragt – beide reagierten verhalten. Erst als Wehmann und Trotz voneinander erfuhren und miteinander sprachen, nahm die Sache in den vergangenen eineinhalb Wochen Fahrt auf. „Wir sind uns schnell einig geworden, was wir vorhaben“, sagt Trotz, dem der Abschied aus Eldagsen nicht leicht fällt. Seit einigen Wochen ist er allerdings Vater und will den hohen Aufwand in der Landesliga nicht mehr betreiben. „Und die neue Aufgabe reizt mich“, sagt Trotz, der erste Trainererfahrung als Nachwuchs-Coach bei der TuSpo Bad Münder sammelte.

Gemeinsam mit Trotz will Wehmann den Umbruch beim VfB einleiten: Neue Spieler holen, Perspektiven für den Eimbeckhäuser Nachwuchs schaffen, der derzeit in der Bezirksliga-B-Jugend der JSG Deister-Süntel United spielt. „Wir wollen niemanden aussortieren“, sagt Wehmann, aber es gebe einige Baustellen. „Zum Beispiel haben wir derzeit nur einen Torwart. Und einige Spieler pendeln schon jetzt zwischen dem Altherren- und Herrenteam.“

Wehmann war im letzten SG-Jahr mit dem Team Vierter der Kreisliga geworden. Die beiden Spielzeiten danach schloss der VfB als Vorletzter und Letzter ab – nur weil andere Teams zurückzogen, spielt Eimbeckhausen noch in der Kreisliga. „Wir mussten jedes Jahr mit einem neuen Trainer beginnen“, sagt Schwarz. Aber weder Walter Söchting noch Frank Arndt „konnten uns weiterhelfen. Ihnen fehlten die Netzwerke“, so Schwarz. Beide schafften es nicht, Ersatz für die abgewanderten Leistungsträger wie Trotz oder Cezar Paraschiv zu gewinnen. Erst mit Hakan Atangüc in diesem Jahr läuft es wieder besser, auch weil er ehemalige Mitspieler vom abgemeldeten Team der TuSpo Bad Münder mitbrachte. „Aber Hakan ist selbstständig und schafft es zeitlich nicht mehr“, so Schwarz.

Die Netzwerke, die ihren Vorgängern fehlten, haben Wehmann und Trotz als noch aktive Spieler. Sie wollen ihre Kontakte nutzen, um „sechs bis acht“ Neue zu holen, sagt Wehmann. Lose Kontakte gebe es bereits. „Ich habe festgestellt: Das Interesse am VfB ist trotz der vergangenen Jahre noch vorhanden.“ Und: „Wir wollen den VfB wieder zur Nummer 1 in der Region machen.“

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare