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Manfred Haller und Ralf Arnold erinnern sich an die Anfänge des NDZ-Cups

Von Radiergummis und blauen Augen

Springe. Am kommenden Wochenende, 2. und 3. Januar, steigt zum 20. Mal der NDZ-Cup. Die Organisatoren der ersten Stunde, Manfred Haller und Ralf Arnold, erinnern sich an die Anfänge.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Springe. Heute vor genau 19 Jahren ging der erste NDZ-Cup zu Ende. Damals richtete der FC Springe sein Hallenfußball-Turnier am letzten Wochenende des Jahres 1996 aus. Die zweite Auflage 1998 stieg am ersten Januar-Wochenende – wie die 17 Turniere danach auch. Und so wird auch der 20. NDZ-Cup wieder kurz nach dem Jahreswechsel in der Halle des Schulzentrums Süd ausgetragen: Das Jubiläumsturnier steigt am kommenden Wochenende, 2. und 3. Januar.

Die Organisatoren der ersten Stunde waren Manfred Haller und Ralf Arnold. Im Gespräch mit NDZ-Redakteur Jan-Erik Bertram erinnern sie sich an…

…die Anfänge: Das Rad wollte der FCS nie neu erfinden. „Das Turnier war inspiriert vom Honda-Cup des SC Bison“, sagt Arnold, „den gab es damals nicht mehr, darum haben wir ein Turnier ausgerichtet.“ Die ersten beiden Auflagen liefen noch unter dem Namen „Heinrich-III-Cup“. „Die Initiative kam immer von der ersten Herren“, sagt Haller, der die ersten 14 Auflagen des NDZ-Cups organisierte. Bis heute organisiert die Herrenmannschaft die Bewirtung und das Drumherum des Turniers und bessert mit dem Erlös seine Mannschaftskasse auf. „Da hat sich nie ein Vorstand eingemischt“, sagt Haller.

…den Modus: „Beim ersten Mal hatten wir zwölf Mannschaften in zwei Gruppen. Die drei Besten je Gruppe kamen weiter“, sagt Arnold. „Die sechs Teams am zweiten Tag haben dann Jeder gegen Jeden gespielt.“ Den heutigen Modus mit zwei Vierergruppen in der Zwischenrunde, Halbfinals und einem echten Endspiel führte der FCS 2006 ein. „Das war der Wunsch der Zuschauer“, sagt Haller, „dadurch kamen aber auch mehr Emotionen rein.“ Die Anzahl der Teams variierte regelmäßig, „je nachdem, wie schnell die Mannschaften zugesagt haben, aber mindestens zwei Gruppen hatten wir immer“, so Haller.

…das Teilnehmerfeld: „Wir haben versucht, hauptsächlich die Vereine aus dem Altkreis einzuladen. Die spielten damals so hoch, dass es vom Niveau auch zusammenpasste“, sagt Haller. „Man kannte sich untereinander, es war wie eine große Familie“; ergänzt Arnold, „man hat sich auf das Wiedersehen gefreut. Entweder, weil man mit einer Mannschaft eine Rechnung offen hatte, oder um hinterher gemeinsam ein Bierchen zu trinken – das gehörte eigentlich immer dazu.“ Heute gilt die Regel, dass die teilnehmenden Teams mindestens in der 1. Kreisklasse spielen sollten.

…Probleme und Pannen: „Einmal hatten wir richtig Stress mit den Judoka“, sagt Arnold. Der KSV Bennigsen, der die Gymnastikhalle neben der Tribüne nutzt, hatte seinerzeit ganz neue Matten bekommen. In der Halle wird immer die Tombola aufgebaut. „Wir hatten damals vergessen, wieder abzuschließen“, so Haller. Die Folge: „Die Kinder haben auf den Matten getobt und natürlich ihre Schuhe nicht ausgezogen – Montagabend haben wir mit Radiergummis die Matten gereinigt.“ Jedes Jahr wieder ein Abenteuer: Der Aufbau der Tore. Die mussten, weil die Eingänge zur Halle zu klein sind, erst die Treppe rauf ins Foyer und dann über die Tribüne wieder herabgelassen werden.

…blaue Augen: Springes Stürmer Dennis Offermann bekam nach einem Spiel mal die Faust des damaligen Eimbeckhäusers Mike Biggs im Kabinengang zu spüren. Neben einer eingetretenen Glasscheibe am Eingang die einzige bekannte Gewalttätigkeit beim NDZ-Cup. „Eigentlich war es die ganzen Jahres ein tolles Miteinander“, sagt Arnold. Kabbeleien und Wortgefechte habe es immer gegeben, „aber es gab nie so richtig Stress“.

…die Sorgen und Nöte bei der Organisation: „Der größte Stress war es immer, die Mannschaften einzuladen, freitags aufzubauen und zu hoffen, dass sonntagsmorgens alle wieder da sind, die samstags gefeiert haben“, sagt Arnold. So sieht es auch Haller. „Am meisten Angst hatte ich immer bei Generationswechseln, wenn andere Leute die Organisation übernommen haben. Aber es hat immer geklappt.“ Haller habe zudem immer gezittert, „ob eine Mannschaft noch kurzfristig absagt“. Das sei aber nur 2007 passiert, als die SV Alfeld für den zweiten Tag keine Mannschaft mehr zusammenbekam. Nordstemmen sprang kurzfristig noch ein, „Alfeld haben wir danach nicht mehr eingeladen“, so Haller.

Der 20. NDZ-Cup steigt am kommenden Wochenende in der Halle des Schulzentrums Süd. Die Vorrunde mit drei Fünfergruppen beginnt am Sonnabend um 11.30 Uhr. Weiter geht es am Sonntag, 13 Uhr, mit der Zwischenrunde, die die ersten beiden jeder Gruppe sowie die beiden besten Dritten erreichen. Das erste Halbfinale wird um 16.30 Uhr angepfiffen, das Endspiel um 17.20 Uhr.

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