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Niklas Hermann blüht bei den Handballfreunden mehr und mehr auf

Viel stärker ohne Verantwortung

Handball (jab). Thomas Bergmann und Christopher Nordmeyer verletzt und der einzige Linkshänder im Team der HF Springe, Claus Karpstein, im rechten Rückraum unverzichtbar. Sven Lakenmacher musste sich vor dem Derby gegen den HSV Hannover etwas einfallen lassen für die Rechtsaußenposition – und tat einen Glücksgriff. Niklas Hermann, eigentlich im linken Rückraum oder auf der Spielmacherposition zu Hause, übernahm den Job und versenkte 100 Prozent seiner Würfe von außen im Netz. „Ein geiles Gefühl“, so der 24-Jährige, der für Lakenmacher immer wertvoller wird.

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„Ich habe ihn gefragt, ob er Rechtsaußen spielen will. Er hat gesagt, er will auf jeden Fall“, so Spielertrainer Lakenmacher. „Einer muss die Position ja spielen“, sagt Hermann lakonisch. Er ist neben Youngster Florian Kahl der einzige „echte“ Springer im Team. In ganz jungen Jahren gehörte er schon zum Bundesliga-Kader von Eintracht Hildesheim. Entsprechend hoch waren die Erwartungen, als er zur Saison 07/08 zurückkehrte.

Wirklich erfüllen konnte er sie nie, die Verantwortung, die er übernehmen sollte, schien ihn zu hemmen. Jetzt hat Springe andere Führungsspieler: Lakenmacher natürlich, oder Kapitän Daniel Deutsch. Hermann profitiert davon. Zu Beginn der vergangenen Saison saß er noch häufig auf der Bank, trainierte jedoch fleißig und wurde in der Rückserie mit mehr und mehr Spielanteilen belohnt.

In der laufenden Serie bekam er von Anfang an seine Spielanteile, vornehmlich als Spielmacher im Wechsel mit Jannis Fauteck. Jetzt hat er bewiesen, dass er auch auf Außen eine echte Alternative ist – er scheint endgültig wieder angekommen zu sein bei den HF.

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