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HF Springe gastieren beim überraschend starken Aufsteiger / Für Lakenmacher richtungsweisende Partie

Unerwartetes Spitzenspiel in Henstedt-Ulzburg

Handball (jab). Dass ausgerechnet die Partie der HF Springe am heutigen Sonnabend (18 Uhr) beim SV Henstedt-Ulzburg zum Spitzenspiel der 3. Liga Nord wird, war nicht zu erwarten. Doch der Aufsteiger startete mit drei Siegen in die Saison – unter anderem gegen den aktuellen Tabellenzweiten Tarp-Wanderup –, kassierte erst am vergangenen Wochenende in Bad Doberan seine ersten Niederlage und liegt auf dem dritten Platz. Springe ist Tabellenführer.

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„Das ist nur eine Momentaufnahme“, sagt SVHU-Trainer Tobias Skerka, „es werden noch weitere Niederlagen kommen.“ Und auch HF-Coach Sven Lakenmacher sagt: „Für ein Resümee ist es noch zu früh. Aber dieses Spiel wird zeigen, in welche Richtung es geht. Daher werden wir hoch motiviert an die Aufgabe herangehen.“

Außer beim Saisonstart in Flensburg haben die Springer bislang immer überzeugt und deutlich gewonnen. Zuletzt gegen Hannover sogar trotz des Ausfalls von Rechtsaußen Christopher Nordmeyer und der frühen Roten Karte gegen Lakenmacher. „Wir haben viele Alternativen“, sagt der Trainer, „das ist beruhigend für mich, weil ich mich aufs Coachen beschränken kann.“

Die Chancen, dass Nordmeyer, den Adduktorenprobleme plagen, wieder mitspielt, stehen bei 50 Prozent, so HF-Manager Dennis Melching. Sollte er weiter ausfallen, dürfte Niklas Hermann wieder auf Rechtsaußen spielen. Wieder fit ist Arne Bischoff, der gegen Hannover wegen eine Grippe fehlte. Auch Jannis Fauteck fährt mit nach Henstedt-Ulzburg. Bundesligist Burgdorf ist zwar zeitgleich im Einsatz, gibt den Youngster aber frei – zur Freude von Lakenmacher, denn Fauteck spielt in der Abwehr und als Spielmacher bislang überzeugend: „Er hat noch mehr Potenzial“, so der Coach, „das kann er aber nur ausschöpfen, wenn er regelmäßig spielt.“

Skerka kennt Lakenmacher noch aus gemeinsamen Bundesliga-Zeiten beim TuS Nettelstedt. Skerkas Mannschaft bislang nur vom Videostudium. Herausragender Mann beim SVHU – nicht nur wegen seiner 2,03 Meter Körpergröße – ist Kreisläufer und Mittelblocker Jan Wrage. Torgefährlich ist vor allem Rechtsaußen Amen Gafsi. „In der Defensive stark genug sein, um vorne einfache Tore zu machen – das muss auswärts unser Rezept sein“, sagt Lakenmacher. Für Skerka sind die Springer „der Topfavorit. Deshalb sagen wir aber nicht, dass wir die Niederlage in Grenzen halten wollen. Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Und gerade zu Hause sind wir stärker als auswärts“

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