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Krisenstimmung nach Absturz auf Abstiegsplatz / Böhm: „Trennung vom Trainer steht nicht im Raum“

TuSpo: Die Mannschaft bittet um Aussprache

Fußball (jab). Die TuSpo Bad Münder schlittert in der Leistungsklasse Hameln-Pyrmont immer mehr in die Krise. Platz 5 hatten die Münderaner als Saisonziel ausgegeben. Nach fast der Hälfte der Saison liegen sie 14 Punkte hinter den eigenen Erwartungen. Schlimmer: Nach dem 1:6 bei Spitzenreiter Börry rutschten sie erstmals auf einen Abstiegsrang – die Mannschaft von Trainer Thomas „Boxer“ Vogt hängt in den Seilen.

Angezählt: TuSpo-Trainer „Boxer“ Vogt. Foto: nie

Und der Trainer selbst scheint angezählt. Heute Abend nach dem Training führt die Mannschaft auf eigenen Wunsch ein Gespräch mit Spartenleiter Peter Böhm – ohne Vogt und ohne Betreuer und Pressesprecher Wolfgang Heller. Steht die Trennung vom Trainer, der die TuSpo vor der vergangenen Saison übernahm, bevor?

„Es wird eine Aussprache geben, aber eine Trennung steht nicht im Raum“, sagt Böhm, „die Mannschaft soll sich äußern, was los ist.“ Böhm selbst ist Trainer der Zweiten, ist bei den Spielen der Ersten daher nicht dabei. „Ich sehe aber das Training – und das ist in Ordnung.“

Heller sagt:„Es gibt ja immer mehrere Ursachen, wenn es schlecht läuft. Bisher haben wir den Kreis der Ursachen eng eingegrenzt.“ Eine Ursache ist offenkundig: Mit 39 Gegentoren stellt die TuSpo die schlechteste Abwehr der Leistungsklasse. Sogar Schlusslicht Nienstedt hat elf Treffer weniger kassiert.

Das hängt vor allem mit konditionellen Schwächen zusammen. „Wenn wir selbst treffen, dann fast immer in den ersten 20 Minuten“, sagt Heller, „die meisten Gegentore kassieren wir in der zweiten Hälfte, wenn die Kräfte nachlassen.“ Die Grundlagen für die Saison holen sich die meisten Teams in der Vorbereitung – die TuSpo ist aber erst drei Wochen vor dem Start ins Training eingestiegen.

Was noch auffällt: Die Münderaner haben schon sechs Platzverweise (zweimal Rot/viermal Gelb-Rot) kassiert, sind Schlusslicht in der Fairnesstabelle – in der gesamten Saison 2009/2010 waren es nur vier Platzverweise (1/3). Für Heller sind die Disziplinlosigkeiten aber eher Folge der sportlichen Talfahrt als Ursache. Vogt war für eine Stellungnahme gestern nicht zu erreichen.

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