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In der Altersklasse ist Daniel Behrens in London dabei / 84. Platz auf den Spuren der Olympioniken

Triathlon-WM ist Saisonhöhepunkt

Springe. Das sportliche Highlight, und das nicht nur in diesem Jahr, war für den Triathleten Daniel Behrens des Sportclubs Bad Münder unzweifelhaft die Teilnahme an der Altersklassen-WM in London. Auf den Spuren der Profis und Olympioniken wandelte der 26-jährige als Mitglied des deutschen Aufgebots bei diesen Titelkämpfen, bei denen er am Ende den 84. Platz belegt hatte..

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Autor:

Dieter Gömann

Sie waren eingebettet in das Weltcup-Finale der Profis und fanden auf den Olympia-Strecken des vergangenen Jahres in der englischen Metropole statt. Über 8000 Teilnehmer starteten im Verlauf der fünf Wettkampftage auf den einzelnen Distanzen und Altersklassen.

Der Münderaner hatte seinen Wettkampf am Abschlusstag auf der „Olympischen Distanz“ – 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer Laufen – und musste mit seinen Konkurrenten bereits um 7.30 Uhr bei strengen herbstlich kalten Temperaturen mit knapp 10 Grad Celsius Luft- und 15 Grad Wassertemperatur mit der Teildisziplin Schwimmen starten.

Aufgrund dieser harten Bedingungen wurde auf Basis des ITU-Reglements die Schwimmstrecke von 1500 Meter auf 750 Meter verkürzt. „Als starker Schwimmer war das für mich die schlechteste Nachricht des Tages. Die Chance auf eine passable Platzierung wurde beim starken Starterfeld dadurch schon vor dem Start verschwindend gering“, so Behrens.

Ohne Einschwimmen ging es dann im Hyde Park los. In einem schnellen Schwimmen konnte der Münderaner den Anschluss an die Spitzengruppe nicht halten. Nach 10:46 Minuten kam er aus dem Wasser und erreichte nach einem langen Lauf die Wechselzone zum Fahrrad.

Hier sollte beim Wechsel dann gar nichts klappen „Zuerst bekam ich den Neo nicht aus, und als ich aufs Rad stieg, war meine Sonnenbrille noch komplett beschlagen .Der Radkurs war 20 Kilometer lang und musste zweimal durchfahren werden.

Nach einer kleinen Schleife am Hyde Park mit vielen engen Kurven verlief die spektakuläre Strecke entlang an allen Sehenswürdigkeiten: Durch den Wellington Arch, entlang am Buckingham Palast, House of Parliament, Big Ben und Wendepunkte vor dem Tower of London mit dem Blick auf die Tower Bridge.

„Bei strahlendem Sonnenschein war das das absolute Highlight des Wettkampfes. Auf dem Rad fühlte ich mich sehr gut und konnte trotz vorsichtiger Fahrweise in den engen Kurven ein hohes Durchschnittstempo erzielen. Nach 1:04:22 Stunden stieg ich vom Rad“, betonte Behrens.

Auch sein zweiter Wechsel klappte nicht so wie erhofft. Durch die Kälte hatte er kein Gespür mehr in den Füßen und bekam sie nicht rechtzeitig vor der Linie aus und musste, um einen Sturz zu vermeiden, aus der Pedale ausklinken. Er hatte schon eine Lasche auf und verlor beim Laufen einen Schuh und Zeit.

Beim abschließenden 10-Kilometer-Lauf hat der Münderaner einfach nur noch die geniale Stimmung genossen und freute sich, die angepeilten 40 Minuten unterboten zu haben.

Nach 2:02:06 Stunden war Daniel Behrens am Ziel. Mit dem Rennen und den Splitzeiten – abgesehen von den Wechseln – war er zufrieden. „Der 84. Platz trübt meine Stimmung nicht. Es war ja eine WM und kein Dorftriathlon. Dabeisein in London war alles“, schaut der 26-Jährige auf seine Teilnahme zurück. Immerhin hatte er seine bisherige Bestzeit um sechs Minuten unterboten.

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