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Trainer Michael Wehmann über Vorrunden-Verlauf und Nahziele

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NDZ-Mitarbeiter Dieter Gömann sprach mit FCE-Coach Michael Wehmann über die momentane Situation.

Auf die schwache Leistung mit der 0:5-Niederlage gegen Spitzenreiter SV B-E Steimbke folgte die Miniserie von zwei Siegen beim Oberliga-Absteiger VfL Bückeburg und am Wochenende gegen den Heesseler SV. Worauf führen Sie den positiven Trend zurück?

Das ist ganz einfach zu beantworten. Die Mannschaft hat einen guten Charakter und ist selbstkritisch genug, im Klaren zu sein, dass man gegen Steimbke versagt hat. Beide Siege zeigen, dass man von Niederlagen lernen kann.

Ihr Mannschaftsführer Andre Gehrke sprach von „Bonusspielen“ gegen Bückeburg und Heessel, wo als Überraschung ein Punkt drin liegen könnte. Nun sind es gar sechs geworden. Die Gründe dafür?

Wir haben wesentlich konzentrierter als Mannschaft für die Defensive gearbeitet, haben unsere Fehler minimiert und die wenigen Chancen effizient genutzt.

Zwei Drittel der Vorrunde sind vorüber, und Sie belegen mit 19 Punkten den vierten Tabellenplatz. Wie sehr sind Sie von dieser Zwischenbilanz überrascht?

Wir haben letztlich alle gemeinsam das Ziel formuliert, so schnell wie möglich die notwendigen Punkte zum Klassenerhalt zu erringen. Und letztlich, wenn wir die letzten fünf Spiele verlieren, interessiert es niemanden, dass wir gegen Bückeburg und Heessel gewonnen haben.

Das zweite Jahr in einer neuen Spielklasse wird oft als das schwierigste gesehen. Beim FC Eldagsen anscheinend nicht, denn 12 Punkte trennen Ihr Team derzeit vom ersten Abstiegsplatz.

In der vergangenen Saison sind Spieler wie Tolga Nemnezi und Lukas Brüning hinzugekommen und mussten sich zunächst integrieren. Heute sind sie ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Die Rückkehr von Elias Engelhardt und Maximilian Rülke sorgen ebenfalls für weitere Alternativen und Stabilität im gesamten Mannschaftsgefüge. Zudem heizen sie den Konkurrenzkampf an.

Hinzu kommt ein sehr stabiles Gerüst mit Marcel Bürst und Andre Gehrke, Yannik Gronau und ein Steve Goede, der zu seinen Qualitäten findet. Und ebenfalls hat sich Neuzugang Cezar Paraschiv gut eingefügt und seine Klasse unter Beweis gestellt. Fazit: In dieser Saison sind wir in der Breite qualitativ besser aufgestellt.

Worauf führen Sie den bisherigen Saisonverlauf zurück? Immerhin hatten Sie recht viele verletzte Spieler zu beklagen.

Wie schon gesagt, in der Breite. Wir haben zwar noch immer verletzte Spieler wie Steven Berer, Jan Flügge, Sebastian Schierl, Rune Flohr und Maximilian Rülke. Das bedeutet auch, dass ein Spieler wie Yannik Gronau nahezu in jedem Spiel auf dem Zahnfleisch läuft.

Die FC-Fans honorieren die guten Leistungen Ihrer Mannschaft. Gegen Heessel kamen über 200 Zuschauer. Was erwarten Sie sich mit Ihrem Team bis zum Ende der Vorrunde?

Als Mannschaft und Trainerteam sind wir über den Zuspruch sehr angetan. Bis Ende der Hinrunde wollen wir weiterhin noch fleißig punkten. Wenig verlieren – wie möglich. Wenige Gegentore – wie möglich. So lautet die Devise.

Nach Bückeburg und jetzt Heessel wird deutlich, dass Sie mit den Meisterschaftsfavoriten durchaus mithalten können. Blicken Sie jetzt ein wenig vorsichtig nach oben?

Nein. Wenn wir unser Ergebnis der vergangenen Saison anschauen – 40 Punkte und damit dann Tabellenneunter – und dieses verbessern können, haben wir eine Menge erreicht. Wir bleiben bescheiden.

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