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Spitzenreiter Springe empfängt heute Abend den Tabellenzweiten / Habbe und Nordmeyer wieder dabei

Tarp-Wanderup kommt zum Spitzenspiel

Handball (jab). Knapp zwei Stunden nach dem 28:27-Erfolg der HF Springe beim HSV Insel Usedom am vorigen Sonnabend, versuchte Springes Spielertrainer Sven Lakenmacher telefonisch, seinen Eindruck vom Spiel zu schildern – das klappte nur bedingt. Denn im Hintergrund grölte seine Mannschaft: „Auswärtssiege sind schön!“ Das zeigt: Für die als Topfavorit auf den Titel in der 3. Liga Nord gehandelten und noch ungeschlagenen Springer ist nicht jeder Sieg eine Selbstverständlichkeit.

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So wird auch das Spitzenspiel am heutigen Sonnabend (18 Uhr, Schulzentrum Süd) gegen den Tabellenzweiten Tarp-Wanderup kein Spaziergang. „Wir stellen uns aber nicht hin und sagen: Mal sehen wie‘s läuft“, sagt Kapitän Daniel Deutsch. „Wir haben genug Selbstvertrauen, um zu glauben, dass wir jeden Gegner schlagen können.“

Dass viele Spieler schon höherklassig gespielt haben, bedeute nicht, dass sie satt sind, sagt Deutsch: „Alle haben noch Bock, Handball zu spielen.“ Der Kapitän hat auch gar nichts dagegen, dass die Erwartungen an die Mannschaft nach dem Pokalsieg gegen Zweitligist Minden und der Siegesserie in der Liga gestiegen sind. „Große Erwartungen sind ja auch eine Art Auszeichnung“, sagt er. „Die Zuschauer dürfen ruhig glauben, dass wir jeden Gegner weghauen – so lange wir selbst wissen, wie wir uns einzuschätzen haben.“

Denn schließlich gebe es Probleme, die für Außenstehende nicht sichtbar seien – beispielsweise, dass nicht alle Spieler regelmäßig trainieren können. Oder dass Kreisläufer Frank Habbe und Rechtsaußen Christopher Nordmeyer nicht alle Auswärtsfahrten mitmachen können. Beide fehlten zuletzt auf Usedom, dennoch gewannen die Springer.

„Es zeigt sich eben auch auf dem Feld, dass wir eine Mannschaft sind“, sagt Deutsch. Das freut auch Lakenmacher: „Jeder trägt im Moment durch Leistung zum Erfolg bei. Alle geben alles.“ Auch das sei ein Qualitätsgewinn gegenüber der Vorsaison. Beide hoffen, dass die Halle heute Abend ähnlich voll wird wie zuletzt beim Pokalspiel gegen Zweitligist Nordhorn. Da sorgten mehr als 600 Zuschauer für Stimmung im Schulzentrum Süd. „Das macht Eindruck auf die meisten Gegner“, sagt Deutsch, „aber es ist auch geil für jeden von uns.“

Habbe und Nordmeyer sind im Spitzenspiel wieder mit von der Partie, auch sonst sind alle Spieler – abgesehen vom langzeitverletzten Rechtsaußen Thomas Bergmann – dabei.

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