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Titelrennen der 3. Liga Nord nach der Springer 32:35-Niederlage im Spitzenspiel wieder spannend

Tarp in den entscheidenden Sekunden wacher

Handball. Die HF Springe haben die Vorentscheidung im Titelkampf der 3. Liga Nord verpasst. Mit 32:35 (12:17) verlor das Team von Spielertrainer Sven Lakenmacher bei Verfolger HSG Tarp/Wanderup. Somit blieb die Revanche für die Hinspielniederlage aus und die Meisterschaft ist doch wieder spannend.

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Autor:

Heiko Lohr

Entsprechend entspannt zeigte sich Tarps Coach Kai Nielsen, der mit seiner Mannschaft zuvor aus drei Spielen nur einen Punkt geholt hatte. „Wir haben gegen einen bärenstarken Gegner endlich wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung geboten und den verdienten Lohn eingefahren“. Dem schloss sich Lakenmacher an. „Es war eine ganz starke Vorstellung der beiden stärksten Mannschaften der Liga. Tarp war einen Tick konzentrierter und aggressiver als wir und hat deshalb verdient gewonnen.“

Von Beginn an agierten beide Teams mit hohem Tempo und lieferten sich bis zum 6:6 (9.) ein ausgeglichenes Spitzenspiel, das den Namen verdient hatte. Während die Hausherren in der Anfangsphase immer wieder über Kreisläufer Malte Jessen zu Toren kamen, waren die Gäste vor allem über Daniel Deutsch und Fabian Hinz erfolgreich.

In der Folgezeit geriet Springe aber etwas in Not, da das Abwehrbollwerk der Tarper nun griff. Die Gastgeber ließen 15 Minuten lang kein Tor der Gäste zu und erhöhten bis zur 21. Minute auf 12:6. Grund genug für Sven Lakenmacher, seine Jungs in der Auszeit neu zu justieren. Zudem griff der Springer Coach nun selbst ins Geschehen ein. Mit ihm kam wieder Struktur ins Spiel der Gäste, die auch prompt zum 13:10 verkürzten. Doch auch Nielsen nahm eine Auszeit und bis zum Seitenwechsel bauten die Hausherren den Vorsprung wieder aus.

Nach dem Wiederanpfiff legte der Spitzenreiter einen perfekten Start hin und holte – angefeuert von den zahlreich mitgereisten Fans einschließlich Fanfarencorps – Tor um Tor auf. Vor allem der wieder genesene Claus Karpstein war aus dem rechten Rückraum kaum zu stoppen und sorgte nach 40 Minuten für das 19:19.

Die Partie blieb umkämpft. Während das Kreisspiel der Gastgeber nun unterbunden wurde, hatten die HF in den Schlussminuten Probleme mit dem Tarper Rückraum. „Wir hatten in dieser Phase durchaus die Chance, das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden, haben es aber nicht geschafft, die Kreise von Mario Petersen und Sjören Tölle einzuengen“, so Lakenmacher.

Zwei Minuten vor Schluss erzielte Tölle das 32:30, Frank Habbe verkürzte noch einmal, doch nach zwei Petersen-Treffern kannte der Jubel der rund 700 Zuschauer keine Grenzen mehr. Lakenmacher: „Wir haben verloren, weil die Tarper in den entscheiden Sekunden etwas wacher waren als wir.“

Springe bleibt zwar mit zwei Punkten Vorsprung Spitzenreiter, darf sich aber nun keinen Ausrutscher mehr erlauben, da bei Punktgleichheit am Ende der Saison der direkte Vergleich gewertet wird – der geht nach zwei Siegen klar an Tarp.

HF Springe: Stange, König – Deutsch (7), Lakenmacher (6/5), Karpstein (5), Hinz (5/2), Habbe (4), Fauteck (3), N. Hermann (2), Bischoff, Djuric, Gorpishin, Bergmann.

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