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Nach vielen knappen Niederlagen gewinnt Regionalligist HF endlich wieder mal auswärts mit 26:25

Springer drehen in Wolfen den Spieß um

Handball (jab). Auswärtsspiele der HF Springe in der Regionalliga sind fast immer knappe Angelegenheiten – meistens mit keinem guten Ausgang für die Springer. Dreimal schon haben sie in fremder Halle mit einem Tor Unterschied verloren, zuletzt in Naumburg nur Unentschieden gespielt. Jetzt haben die HF den Spieß mal umgedreht: Bei der HSG Wolfen gewannen sie am Sonnabend mit 26:25 (14:10).

Mit zehn Toren erfolgreichster Springer Werfer in Wolfen: Daniel

„Kämpferisch war es eine gute Leistung von uns. Spielerisch nicht“, so Spielertrainer Sven Lakenmacher. Das störte ihn aber wenig, schließlich feierte seine Mannschaft den ersten Auswärtssieg seit dem 33:28 in Bremervörde am 7. November. „Nur die zwei Punkte zählen“, sagt Lakenmacher. Die sind umso wertvoller, da Spitzenreiter Aschersleben in Glinde nur Unentschieden spielte und Aurich in Halle verlor. Die Springer haben sich in der Spitzengruppe festgesetzt, „mit dem zehnten Platz haben wir jedenfalls nichts mehr zu tun“, so Lakenmacher.

Die HF standen gut in der Abwehr, Torwart Andreas Stange war bestens aufgelegt. Was nicht funktionierte war das Tempospiel, die von Lakenmacher immer wieder geforderten „einfachen Tore“ fielen selten. Der Trainer war „trotzdem zufrieden“, denn auf den Rückraum war Verlass: Daniel Deutsch, Milan Djuric und Lakenmacher selbst erzielten zusammen 22 der 26 HF-Tore.

Von anfangs 3:5 setzten die Springer sich so auf 9:5 und zur Pause auf 14:10 ab. Doch die Wolfener bewiesen vor 250 Zuschauern Kampfgeist und profitierten von Springer Fehlern in der Offensive: Drei Minuten vor Schluss traf Florian Spitz per Siebenmeter zum 24:24. Wenig später trat er wieder an den Punkt, doch diesmal parierte der mittlerweile eingewechselte Kristof König, der auch den Nachwurf hielt. „Wer solche Geschenke verteilt, muss sich am Ende nicht über das Ergebnis wundern“, so HSG-Coach Wolfgang Spitz verärgert.

Die Gäste gingen wieder in Führung, fingen auch den nächsten Wolfener Angriff ab – und 20 Sekunden vor dem Ende machte Daniel Deutsch das 26:24 für die HF. Der HSG-Anschlusstreffer fiel nicht mehr ins Gewicht.

HF Springe: Stange (ab 55. König) – Deutsch (10), Djuric (7), Lakenmacher (5/2), Wood (2), Müller (1), Gorpishin (1), Bätjer, Hinz, Melching, Backhaus, N. Hermann, Kanngießer (n. e.).

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