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Sportring Springe setzt neue Themen für seine Arbeit

SPRINGE. Bei der Verhinderung der Sportstättennutzungsgebühr ist der Sportring im vorigen Jahr gescheitert. Auch sonst trat der Dachverband der Springer Sportvereine zuletzt nur selten in Erscheinung. Das neue Leitungsteam um den Vorsitzenden Tobias Berger will das nun ändern.

Rollhockey international in Eldagsen – wenn es nach dem Sportring-Vorsitzenden Tobias Berger geht, könnten derartige Jubelszenen der Bison-Damen dank kostenlosem W-Lan bald per Livestream in die Welt gesendet werden. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

„Wir haben uns gefragt: Was kann der Sportring machen? Wofür ist er da?“, sagt Berger. Das Ergebnis: „Die Nutzungsgebühr bleibt ein Thema für uns. Wir haben aber auch andere Themen.“ Denn weil die Hallenmiete ein dickes Brett ist, das es zu bohren gilt, will der Sportring seinen Mitgliedern an anderen Stellen unter die Arme greifen – dort, wo sich schnellere Erfolge einstellen können.

Thema Integration: Von einer Flüchtlingsunterkunft in Springe bekam Berger kürzlich die Anfrage, ob der Sportring helfen könne, einige Bewohner der Einrichtung in Vereinen „unterzubringen“. Spontan konnte das Gremium nichts tun, bietet seinen Mitgliedsvereinen aber an, beim Thema Integration von Flüchtlingen beratend zur Seite zu stehen – etwa wenn es um die Beantragung von Fördergeldern für die Flüchtlingsarbeit geht. Oder auch mit Tipps zu „BFD Welcome“, einem Sonderprogramm des Bundesfreiwilligendienstes für Tätigkeiten mit Flüchtlingsbezug.

Thema Internet: In Zusammenarbeit mit der Springer „Initiative“ Freifunk möchte Berger die Sportstätten mit kostenlosem W-Lan ausstatten. Eine Art Pilotprojekt könnte es in Bennigsen geben. Jörg Niemetz, der Bürgermeister des Süllbergorts, sei ohnehin interessiert an Freifunk in Bennigsen, sagt Berger. Die Vereine würden vom Internet auf ihren Anlagen profitieren, etwa bei den Ergebniseingaben beim Fußball, die nur noch online möglich sind. „In Eldagsen würde es auch bei internationalen Spielen der Bison-Rollhockeysparte Sinn machen, die man zum Beispiel live ins Internet streamen könnte“, sagt Berger.

Thema Stadtmeisterschaften: Beim Fußball und beim Tischtennis werden jedes Jahr die Springer Stadtmeister ermittelt. Wenn es nach Berger geht, gibt es künftig auch Stadtmeister im Tennis. Immerhin gebe es in Springe, Eldagsen, Bennigsen, Altenhagen und Gestorf Tennisvereine oder - sparten. „Erste Gespräche laufen“, sagt Berger. Udo Kopatz vom TV Bennigsen hat die Koordination übernommen.

Neuer Beauftragter für die Fußball-Stadtmeisterschaft ist Tobias Mittelgöker vom SV Altenhagen, der die Nachfolge von Sascha Fünfstück (Alferde) antritt. Wenn es nach Berger geht, werden künftig auch wieder die Fußball-Stadtmeisterinnen gekürt: „Wir hätten die drei Frauenteams vom SC Völksen, SC Bison und FC Bennigsen gerne dabei“, sagt er. Noch offen sei, in welchem Modus die Frauen spielen sollen.

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