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B-Mädchen, Bundesliga, Juniorinnen-Nationalmannschaft – mehr als zwei Wochen Pause sind nicht drin

Sommerferien fallen für Tini Demann aus

Von Jan-Erik Bertram

Fußball. Heimspiel für Tini Demann. Mit den B-Juniorinnen von Turbine Potsdam war die 17-Jährige Junioren-Nationalspielerin, die einst beim FC Bennigsen mit dem Fußball spielen begann, jetzt für drei Tage in Barsinghausen. Dort wurde die Zwischenrunde der Deutschen U17-Meisterschaft ausgespielt. Nach Siegen gegen den FCR Duisburg (2:1), Werder Bremen (4:0) und Bayern München (2:0) steht Turbine im Endspiel gegen die TSG Hoffenheim, das am kommenden Sonntag in Potsdam ausgetragen wird – für Demann ist das aber noch nicht das Ende der Saison.

Abwehrchefin: Tini Demann dirigiert bei der DFB-Zwischenrundein

Von Jan-Erik Bertram

Fußball. Heimspiel für Tini Demann. Mit den B-Juniorinnen von Turbine Potsdam war die 17-Jährige Junioren-Nationalspielerin, die einst beim FC Bennigsen mit dem Fußball spielen begann, jetzt für drei Tage in Barsinghausen. Dort wurde die Zwischenrunde der Deutschen U17-Meisterschaft ausgespielt. Nach Siegen gegen den FCR Duisburg (2:1), Werder Bremen (4:0) und Bayern München (2:0) steht Turbine im Endspiel gegen die TSG Hoffenheim, das am kommenden Sonntag in Potsdam ausgetragen wird – für Demann ist das aber noch nicht das Ende der Saison.

Zwei Tage nach dem B-Juniorinnen-Finale reist sie nach Frankfurt. Dort trifft sich die U17-Nationalmannschaft, um sich auf die Endrunde der Europameisterschaft in Nyon (Schweiz) vorzubereiten. Am Dienstag, 22. Juni, trifft die DFB-Auswahl dort auf Irland. Gewinnen die Deutschen, stehen sie nicht nur im Endspiel, sondern sind auch für die WM im September in Trinidad und Tobago qualifiziert.

Sommerferien, wie andere 17-jährige Schülerinnen sie kennen, wären für Demann damit gestrichen. „Ich bin höchstens zwei Wochen zu Hause“, sagt sie. Am 1. Juli gibt’s Ferien, am 13. Juli steht der nächste Leistungstest beim DFB an, sechs Tage später beginnt die Saisonvorbereitung bei Turbine. Ihr macht der Stress nichts aus, denn in Potsdam erlebt sie hautnah mit, wie sich das intensive Training auszahlen kann.

Bei den B-Juniorinnen kommt sie nur zum Einsatz, wenn es wie jetzt um Titel geht. Ansonsten spielt sie in der zweiten Damen-Mannschaft, die in der abgelaufenen Saison der 2. Bundesliga hinter dem Herforder SV den zweiten Platz belegte, auf der Sechser-Position im defensiven Mittelfeld. Außerdem gehört sie seit der Rückrunde zum Anschlusskader der ersten Mannschaft, wird von Trainer Bernd Schröder in Interviews regelmäßig als großes Talent gepriesen und in der abgelaufenen Saison auch schon zweimal in den Kader berufen. Gespielt hat sie noch nicht, „aber ich bin ja noch jung“. Dafür durfte sie im Winter bei einem Hallenturnier neben Frauenfußball-Stars wie Fatmire Bajramaj und Anja Mittag auflaufen – „das ist schon was anderes, als in Jugendmannschaften“, sagt sie.

Auch beim Champions-League-Sieg der Turbinen in Getafe war Demann hautnah dabei. „Der Anschlusskader durfte mitfahren“, erzählt sie. Ein besonderes Erlebnis: Der Bus wurde mit Polizeieskorte zum Stadion geleitet. Und die Feier nach dem Erfolg gegen Lyon im Elfmeterschießen „ging sehr lange“, sagt Demann. Nach dem Finale blieb die Mannschaft noch einige Tage in Spanien und feierte.

Seit dem vergangenen Sommer lebt die 17-Jährige in Potsdam, in diesem Jahr war sie erst dreimal zu Hause in Holtensen. Heimweh? Hat sie nicht: Ihre Eltern sind fast bei allen ihren Spielen dabei, natürlich auch jetzt in Barsinghausen. Und in der Schule? „Läuft“, sagt Demann, die in Potsdam das Sportinternat besucht und nach den Ferien in die zwölfte Klasse wechselt. „Das erste Jahr in Potsdam war sehr erfolgreich“, sagt sie – und meint das nicht nur sportlich.

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