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Trotz der ersten Gelben Karte: HKM-Chefin Frauke Riedel freut sich über eine harmonische Endrunde

„Solche Szenen sollten viel öfter vorkommen“

Fußball. Von fast 700 Mannschaften, die im Herbst in die Hallen-Kreismeisterschaft (HKM) von Hannover-Land gestartet waren, spielten die besten 30 am Wochenende in Springe die Titelträger aus. Frauke Riedel ist im Kreis-Jugendausschuss verantwortlich für das Mammut-Turnier. NDZ-Sportredakteur Jan-Erik Bertram sprach mit ihr am Rande der Endrunde im Schulzentrum Süd.

HKM-Chefin Frauke Riedel bekommt Blumen vom FCS-Vorsitzenden Hans-Joachim Meier. Links: Springes Jugendleiter Uwe Fülberg.

Sind Sie zufrieden mit der Endrunde?

Sehr, es war eine sehr ruhige, harmonische Veranstaltung. Es gab nur eine Gelbe Karte.

Sind es sonst mehr?

Nein, es war die erste, die ich überhaupt in einer Endrunde erlebt habe.

Warum freuen Sie sich dann darüber?

Es war eine Szene zum Schmunzeln. Ein Spieler schoss das Siegtor und riss sich anschließend das Trikot vom Leib. Der Schiri lachte sich halb tot und zeigte Gelb – das ist konsequente Regelauslegung.

Eltern und Trainer sind ja bisweilen ehrgeiziger, als die Kinder – gab es in der Hinsicht Probleme?

Nein, das habe ich in der Endrunde selten. Ich war begeistert, dass vom Publikum auch gelungene Aktionen der Gegner beklatscht wurden. Bei den oberen F-Junioren ging es im letzten Spiel zwischen Meyenfeld und Elze um den Gesamtsieg. Meyenfeld hat gewonnen, danach haben sich beide Trainer umarmt und auch die Spieler haben sich gratuliert – solche Szenen sollten viel öfter vorkommen.

Warum sind eigentlich die A-, B- und C-Junioren bei der Hallenkreismeisterschaft nicht dabei?

Oh Gott, wir haben doch jetzt schon knapp 700 Mannschaften dabei. Mit drei Altersklassen mehr wären es 1000 – das ist organisatorisch in ehrenamtlicher Arbeit gar nicht mehr machbar.

Wie viele Helfer haben Sie denn bei den Spielplangestaltung?

Das mache ich alleine. Es dauert knapp sechs Wochen, nach der ersten Woche geht es erst richtig los, weil Vereine Mannschaft noch nach- oder wieder abmelden.

Manche Trainer und Eltern sind nicht begeistert über die langen Fahrten ab der Zwischenrunde...

Das lässt sich nicht vermeiden, es ist ja auch davon abhängig, welcher Verein Hallen meldet. Viele Trainer freuen sich aber auch, wenn sie mal gegen Mannschaften spielen können, die sie noch nicht kennen.

Wie zufrieden sind Sie mit der Ausrichtung durch den FC Springe?

Sehr zufrieden, dem Verein gilt mein großer Dank. Die Helfer haben abends noch die Tribüne geputzt und früh morgens wieder hinterm Tresen gestanden.

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