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Personalmisere bei den Bisons spitzt sich vor dem Heimspiel gegen Iserlohn dramatisch zu

Sogar der Trainer muss wohl spielen

Eldagsen. Die Personalnot spitzt sich immer mehr zu bei Rollhockey-Erstligist SC Bison Calenberg. Nach den Langzeitverletzten Sebastian Haas und Hendrik Philipp fallen für das Heimspiel am heutigen Sonnabend (18 Uhr) auch noch Joao Rocha (privat verhindert) und Mateus Luther (Urlaub) aus. „Damit fehlen von sechs Leistungsträgern drei – das wird schlimm“, sagte Vereins-Chef Klaus Johansson. „Wenn wir nicht zweistellig verlieren, wäre das schon toll.“


Vom Stamm bleiben damit Milan Brandt sowie Leif und Reik Johansson. Steffen Leitmann rückt in die Startformation. Trainer Jörg Kuley sitzt als Ersatz ebenso auf der Bank wie der langjährige Kapitän Erik Johansson, für den es der erste Einsatz in der ersten Liga werden dürfte. „Wir waren in der ganzen Saison bislang nur zweimal komplett – gegen Herringen und Krefeld“, sagt Johansson. „Sonst haben wir meistens sogar mit doppeltem Ersatz gespielt.“

Kein Wunder also, dass es nach der fulminanten vorigen Saison mit dem dritten Platz nun gegen den Abstieg geht. „Wir müssen zusehen, dass wir die wichtigen Spiele gewinnen und Achter werden“, so Johansson. Die wichtigen Spiele – das sind die Kellerduelle gegen Valkenswaard, Krefeld und Recklinghausen.

Erledigt hat sich übrigens die Rückkehr von Dominik Brandt. „Das bringt nichts mehr. Er wird nächstes Jahr Trainer in Recklinghausen“, sagt Johansson. Auch Rocha wird in der kommenden Saison wohl nur noch sporadisch spielen. Und U20-Nationalspieler Haas wird offenbar wieder heftig von seinem Heimatverein Walsum umworben. Für mehr als Abstiegskampf wird es dann wohl auch im kommenden Jahr nicht reichen.

Nach der erfolgreichen vorigen Saison hatten sich noch viele Spieler angeboten. „Das ist vorbei nach unserer Pechsträhne“, sagt Johansson. Der könnte sich auch vorstellen, freiwillig in die 2. Liga abzusteigen. „Die wird in den nächsten Jahren attraktiver“, sagt er. Die Eldagsener im Team würden den Weg mitgehen, auch bei den Zuschauern befürchtet der Bison-Chef keine Einbußen, „und es ist doch besser, als jahrelang gegen den Abstieg zu spielen“. Einen Schnellschuss werde es aber nicht geben, verspricht Johansson: „In der nächsten Saison spielen wir noch in der ersten Liga.“

Vor den Herren sollten die Bison-Damen ihr Bundesligaspiel gegen Iserlohn absolvieren. Wegen vieler Krankheitsfälle hätten die Gastgeberinnen aber keine Mannschaft zusammenbekommen. Iserlohn stimmte einer Verlegung zu. „Deren Trainer kommt für jedes Spiel aus Barcelona angereist – die sind wahrscheinlich froh, wenn sie zwei Spiele an einem Wochenende bestreiten können“, sagt Johansson schmunzelnd.

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